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Brände in Südkalifornien: Jetzt wendet sich das Blatt

Wende im Flammenchaos von Südkalifornien: Feuerwehr ringt Brände nieder – doch Tausende mussten ihre Häuser räumen.

20.05.2026, 04:33 Uhr

Waldbrände in Südkalifornien: Neues Feuer bei Hemet, Hunderte Einsatzkräfte im Dauereinsatz

Im Süden des US-Bundesstaats Kalifornien kämpfen weiterhin Hunderte Feuerwehrleute gegen mehrere Wald- und Buschbrände. Während die Einsatzkräfte bei zwei größeren Feuern am Dienstag (Ortszeit) erste Fortschritte meldeten, brach südöstlich von Los Angeles ein weiteres Feuer aus.

Das neue „Verona Fire“ nahe der Stadt Hemet breitete sich nach Angaben der Feuerwehrbehörde Cal Fire mit „gefährlicher Geschwindigkeit“ aus. Demnach war der Brand zunächst noch gar nicht eingedämmt. Zwei Menschen wurden leicht verletzt, darunter eine Feuerwehrkraft und eine Zivilperson. Außerdem mussten Bewohner mehrerer Bezirke ihre Häuser verlassen.

Löscharbeiten bei weiteren Bränden schreiten voran

Ein Feuer auf der vor der kalifornischen Küste gelegenen Insel Santa Rosa war am Dienstagabend nach Behördenangaben zu 26 Prozent eingedämmt. Innerhalb weniger Tage erfasste es dort eine Fläche von rund 68 Quadratkilometern.

Auch nordwestlich von Los Angeles waren die Einsatzkräfte weiter gefordert: In der Umgebung von Simi Valley weitete sich ein Busch- und Waldbrand auf knapp sieben Quadratkilometer aus, wie Cal Fire mitteilte. Das sogenannte „Sandy Fire“ war am Dienstag zu fünf Prozent eingedämmt. Kühleres Wetter und abflauende Winde erleichterten die Löscharbeiten.

Starke Böen hatten das Feuer am Montagvormittag in den Hügeln oberhalb von Simi Valley rasch angefacht. Medienberichten zufolge wurde mindestens ein Wohnhaus zerstört. Für mehrere Bezirke galten Evakuierungswarnungen und -anordnungen. Zeitweise waren rund 29.000 Menschen betroffen, am Dienstag sank die Zahl auf etwa 17.000.

Größter Brand in der modernen Geschichte der Insel

Nach Informationen der „Los Angeles Times“ gilt das Feuer auf Santa Rosa als größter dokumentierter Brand in der modernen Geschichte der Insel. Santa Rosa gehört zum Channel-Islands-Nationalpark, ist bei Campern und Wanderern beliebt und für ihre besondere Tier- und Pflanzenwelt bekannt. Seit Ausbruch des Feuers bleibt die Insel für Besucher bis auf Weiteres gesperrt.

US-Medien berichteten unter Berufung auf die US-Küstenwache, dass möglicherweise Signalraketen eines gestrandeten Seglers den Brand ausgelöst haben könnten. Der 67-Jährige war nach einem Bootsunglück auf der Insel gestrandet und später mit einem Hubschrauber gerettet worden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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