Bayern

Gift in Babynahrung: Verdächtiger bleibt weiter in U-Haft

Rattengift in fünf Hipp-Gläschen: Warum der Verdächtige weiter sitzt – und welcher neue Vorwurf jetzt brisant wird.

19.05.2026, 16:11 Uhr

Der Beschuldigte im Erpressungsfall um vergiftete Babynahrung von Hipp bleibt vorerst weiter in Untersuchungshaft in Österreich. Das Landesgericht Eisenstadt begründete die Verlängerung mit Fluchtgefahr, Verdunkelungsgefahr und dem Risiko weiterer Straftaten.

Der 39-Jährige war Anfang Mai festgenommen worden. Dem früheren Mitarbeiter des Babynahrungsherstellers wird vorgeworfen, mit Gift versetzte Gläschen in Supermärkten deponiert zu haben, um seinen ehemaligen Arbeitgeber aus dem oberbayerischen Pfaffenhofen zu erpressen. Die Vorwürfe waren von seinem Verteidiger bisher bestritten worden. Nach Angaben des Gerichts will der Mann gegen die Haftverlängerung vorgehen.

Zusätzliche Ermittlungen wegen möglicher Dokumentenfälschung

Inzwischen richten sich die Ermittlungen nicht mehr nur auf versuchte Erpressung und versuchte schwere Körperverletzung. Die Justiz prüft nun auch den Verdacht, dass der Mann bei einem Kreditantrag gefälschte Unterlagen eingereicht haben könnte.

Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt der dpa sagte, sind die Untersuchungen noch nicht beendet. Unter anderem soll geklärt werden, ob das in den Babynahrungsgläsern entdeckte Gift mit dem Rattengift übereinstimmt, das bei einer Hausdurchsuchung beim Verdächtigen gefunden wurde.

Nahe Eisenstadt im Osten Österreichs war eines von bisher insgesamt fünf belasteten Hipp-Gläschen entdeckt worden. Weitere Funde gab es in der Slowakei und in Tschechien. Produkte aus dem für Deutschland bestimmten Sortiment waren laut Hipp nicht betroffen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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