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Blaualgen-Alarm im See: Davor warnt jetzt die DLRG

Unsichtbare Blaualgen im See: DLRG schlägt Alarm. Woran erkennen Eltern und Hundebesitzer jetzt eine Vergiftung?

27.06.2026, 09:56 Uhr

Warnung vor gefährlichen Blaualgen im Weitmannsee

Im Weitmannsee bei Kissing südlich von Augsburg ist eine gefährliche Blaualgenart festgestellt worden. Die DLRG und das Landratsamt warnen deshalb ausdrücklich davor, dort mit Hunden oder kleinen Kindern baden zu gehen.

Nach Angaben der DLRG handelt es sich um die Blaualge Tychonema. Das Problem: Sie ist mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Anders als andere Arten bildet sie keinen deutlich sichtbaren grünen Film auf der Wasseroberfläche. Stattdessen wächst sie unauffällig im flachen Wasser nahe dem Ufer und haftet unter anderem an Steinen, Ästen und Wasserpflanzen.

Besonders hohes Risiko für Hunde

Für Hunde kann der Kontakt mit den Algen lebensgefährlich sein. Vor allem wenn Tiere Stöcke aus dem Wasser holen und darauf herumkauen, können schon kleinste Mengen schwere Vergiftungen auslösen. Die DLRG empfiehlt Hundebesitzern daher, ihre Tiere vom See fernzuhalten und nur angeleint zu führen.

Besteht der Verdacht auf eine Vergiftung, ist schnelles Handeln entscheidend. Tierhalter sollten sofort eine Tierarztpraxis aufsuchen. Als mögliche erste Anzeichen nennt die DLRG starken Speichelfluss, Zittern und Krampfanfälle.

Vorsicht auch bei kleinen Kindern

Auch für Kleinkinder besteht ein Gesundheitsrisiko. Beim Spielen, Buddeln oder Planschen im flachen Wasser könnten sie versehentlich belastetes Wasser schlucken oder Sand und Steine in den Mund nehmen. Eltern wird deshalb geraten, ihre Kinder nicht in trübem oder flachem Uferwasser spielen zu lassen.

Für Schwimmer und Wassersportler sei die Gefahr insgesamt geringer, da sie sich meist in tieferem und offenem Wasser aufhalten. Treten nach dem Kontakt mit dem Wasser jedoch Beschwerden wie Hautreizungen, Übelkeit, Atemprobleme oder Muskelkrämpfe auf, sollte umgehend ärztliche Hilfe gesucht werden.

Auch andere Badeseen in Bayern betroffen

Die anhaltend warmen Temperaturen haben in diesem Sommer bereits an mehreren bayerischen Seen zu Problemen mit Blaualgen geführt. Badeverbote gab es unter anderem am Altmühlsee bei Gunzenhausen, am Ebertshausener See in Odelzhausen sowie am Ebenhausener Weiher in Baar-Ebenhausen.

Dort hatten sich Cyanobakterien, im Alltag meist Blaualgen genannt, stark ausgebreitet. Sie bilden häufig grünliche Schlieren auf der Wasseroberfläche. Diese Mikroorganismen können Giftstoffe freisetzen, die etwa Übelkeit, Durchfall oder Hautreizungen verursachen – besonders dann, wenn Wasser geschluckt wird oder mit Schleimhäuten in Kontakt kommt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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