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36 Grad! Was wirklich auf dem «Erotikschiff» abgeht

36 Grad, Latex und Leder: Ausgerechnet zur größten Hitze sticht das „Torture Ship“ in See – mobile Duschen sollen retten.

27.06.2026, 04:00 Uhr

"Torture Ship" sticht bei großer Hitze erneut in See

Am wohl heißesten Tag des Jahres legt das ausverkaufte "Torture Ship" in Friedrichshafen erneut auf dem Bodensee ab. An Land werden bis zu 36 Grad erwartet – für die Gäste in Latex-, Lack- und Lederkleidung dürfte sich die Temperatur noch deutlich extremer anfühlen.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes werden 36 Grad im Schatten prognostiziert. Wegen der hohen Belastung durch die Wärme hat Veranstalter Thomas Siegmund zusätzliche Maßnahmen organisiert. Unter anderem sollen mobile Duschen bereitstehen, damit sich Besucher abkühlen können. Sobald das Schiff unterwegs ist, soll der Fahrtwind für etwas Erleichterung sorgen.

Einige Ticketinhaber hätten ihre Teilnahme wegen der Hitze abgesagt, sagte Siegmund. Ersatz sei jedoch schnell gefunden, da die Warteliste lang sei.

Jährliches Treffen der Fetisch-Szene

Das Boarding beginnt um 18 Uhr. Das Event zieht am Hafen regelmäßig zahlreiche Zuschauer an, die das Treffen der deutschen und internationalen Fetisch-Szene verfolgen. Die Route führt von Friedrichshafen nach Konstanz und anschließend wieder zurück. Auch dort sorgen die auffällig gekleideten Passagiere immer wieder für Aufmerksamkeit.

Auf dem Schiff gibt es mehrere Bars und Verkaufsstände. Ein Darkroom ist bereits seit Jahren nicht mehr erlaubt. Nach Darstellung von Gästen und Veranstalter steht Sexualität auf der Fahrt nicht im Mittelpunkt.

Den besonderen Event-Dampfer gibt es seit 1997. Rund 450 Menschen finden an Bord Platz. In diesem Jahr kostete ein Ticket 78 Euro. Schon im vergangenen Jahr war das Schiff bei Temperaturen von über 30 Grad gestartet.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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