Mehlschwalbe liegt bei der Wahl zum „Vogel des Jahres“ 2027 vorn
Bei der Online-Abstimmung zum „Vogel des Jahres“ 2027 führt derzeit die Mehlschwalbe. Der Kranich belegt nach Angaben des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu) aktuell den letzten Platz. Noch ist die Entscheidung jedoch offen: Nach Einschätzung der Fachleute kann sich das Ranking bis zum Ende der Wahl noch deutlich verschieben.
Die Abstimmung von Nabu und dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) läuft noch bis 15. Oktober, 11.00 Uhr. Zur Halbzeit haben demnach bereits rund 105.000 Menschen im Internet ihre Stimme für einen von fünf Kandidaten abgegeben. Bis zum Abschluss rechnen die Verbände noch einmal mit einer ähnlichen Zahl an Stimmen.
Fünf Arten stehen zur Wahl
Für den Titel nominiert sind diesmal:
- Kolkrabe
- Kranich
- Mehlschwalbe
- Trauerschnäpper
- Wasseramsel
Jede Art steht für ein Naturschutzthema
Den Titel „Vogel des Jahres“ vergeben Nabu und LBV bereits seit mehr als 50 Jahren. Seit 2021 entscheidet die Bevölkerung per Abstimmung mit. Die Verbände treffen jedoch weiterhin eine Vorauswahl und stellen jeweils fünf Arten zur Wahl. Jede von ihnen soll auf ein bedeutendes Thema im Naturschutz aufmerksam machen.
Rekordbeteiligung im vergangenen Jahr
Im vergangenen Jahr nahmen laut Nabu und LBV mit mehr als 184.000 Menschen so viele wie nie zuvor an der Online-Wahl teil. Nach Angaben des Nabu sorgten damals auch zwei besonders reichweitenstarke Podcasts für zusätzlichen Rückenwind, weil sie jeweils für unterschiedliche Kandidaten warben und dadurch tausende Stimmen mobilisierten.

Aus Bayern kamen laut LBV bei der öffentlichen Wahl fast 27.000 Stimmen.
Rebhuhn wurde „Vogel des Jahres“ 2026
Zum „Vogel des Jahres“ 2026 wurde mit großem Vorsprung das Rebhuhn gewählt. Nach Einschätzung des LBV ist diese Art auf den Feldern inzwischen selten geworden. Der Bestand sei bereits um 1990 massiv eingebrochen. Als Grund nennen die Naturschützer die von Monokulturen geprägte Landwirtschaft, in der das Rebhuhn zu wenig geeignete Nistplätze und Nahrung findet.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber