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Nasa-Alarm: Lecks zwingen Astronauten zur Flucht

Alarm auf der ISS: Neue Risse und Lecks zwingen die Nasa zum Handeln – was das jetzt für die Crew bedeutet.

05.06.2026, 16:58 Uhr

Wegen Lecks an einem Modul der Internationalen Raumstation ISS haben fünf Raumfahrer die Station vorübergehend vorsorglich verlassen müssen. Die vier Mitglieder der SpaceX-Crew 12, die seit Februar auf der ISS sind, sowie der US-Astronaut Chris Williams wurden nach Angaben der Nasa angewiesen, sich während geplanter Reparaturarbeiten in das angedockte Dragon-Raumschiff von SpaceX zu begeben.

Die Lecks wurden an einem Transfertunnel des russischen Swesda-Moduls entdeckt. Nach Angaben einer Nasa-Sprecherin sind Risse in diesem Bereich seit längerer Zeit ein bekanntes Problem, das genau beobachtet wird. Wegen neuer Schäden hatte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos umfangreichere Reparaturen veranlasst.

Wenig später teilte die Nasa jedoch mit, dass Roskosmos die Arbeiten zunächst pausiert habe. Stattdessen sollten weitere Messungen vorgenommen und zusätzliche Daten gesammelt werden. Die fünf Raumfahrer wurden deshalb angewiesen, in die ISS zurückzukehren.

Roskosmos erklärte, die Sicherheit der Besatzung und der Bordsysteme sei nicht gefährdet. Der Druck an Bord der Raumstation sei stabil und werde auf dem vorgesehenen Niveau gehalten. Nach russischen Angaben fanden Kosmonauten zwei mögliche Leckstellen. Eine davon sei sofort mit einer ersten Schicht Dichtungsmasse versiegelt worden. Für die Abdichtung der zweiten Stelle liefen demnach weitere Vorbereitungen.

Nach Angaben von SpaceX bietet die Dragon-Kapsel Platz für bis zu sieben Personen. Auf der ISS leben und arbeiten seit rund 25 Jahren ohne Unterbrechung Raumfahrerinnen und Raumfahrer. Lecks, auch am Swesda-Modul, haben die Besatzungen bereits mehrfach beschäftigt. Zudem musste die Station in der Vergangenheit wiederholt vorsorglich geräumt werden, etwa bei drohenden Kollisionen mit Weltraumschrott.

Kooperation im All trotz politischer Spannungen

An der Internationalen Raumstation arbeiten Russland, die USA, Kanada, Japan und die Europäische Raumfahrtagentur ESA zusammen. Das wissenschaftliche Großprojekt wird trotz des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine fortgeführt.

Die ISS umkreist die Erde in etwa 400 Kilometern Höhe. Trotz der angespannten Beziehungen zwischen Russland und den USA funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Nasa und Roskosmos im All seit rund einem Vierteljahrhundert weiter.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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