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Forscher schockiert: Sex zwischen Bulle und Esel

Forscher staunten nicht schlecht: Zwischen Bulle Achille und Esel Patroclo entstand offenbar eine verblüffende Liebe.

03.11.2026, 06:16 Uhr

Im Tierreich ist gleichgeschlechtliches Sexualverhalten keine Seltenheit – es wurde unter anderem schon bei Pinguinen, Giraffen und Löwen dokumentiert. Ein Forschungsteam der Universität Pisa berichtet nun jedoch von einem besonders auffälligen Fall: der engen Beziehung zwischen dem Bullen Achille und dem männlichen Esel Patroclo. Obwohl beide Tiere Zugang zu artgleichen und gegengeschlechtlichen Partnern hatten, suchten sie immer wieder gezielt die Nähe zueinander, schreiben die Forschenden in der Fachzeitschrift Current Biology.

Auf das ungewöhnliche Paar stießen die Wissenschaftler eher zufällig im Rahmen einer anderen Feldstudie. Dabei fiel ihnen auf, dass der Esel keine Abwehr zeigte, wenn der Bulle aufsprang. In einem Zeitraum von 14 Tagen dokumentierte das Team schließlich 51 solcher Begegnungen.

Co-Autorin Elisabetta Palagi erklärte, besonders bemerkenswert sei gewesen, dass diese Kontakte Teil einer klar erkennbaren, stabilen und sehr selektiven sozialen Bindung gewesen seien.

Nähe, Körperkontakt und wiederholtes Aufsteigen

Erstautor André da Cruz berichtete, die Tiere hätten immer wieder aktiv die Nähe des anderen gesucht. Neben dem wiederholten Aufsteigen seien auch zahlreiche freundschaftliche Verhaltensweisen beobachtet worden, etwa Lecken, Reiben und sanftes Anstupsen.

Während des Beobachtungszeitraums im März 2026 lebten Achille und Patroclo auf einem Hochplateau in Äthiopien. Sie gehörten unterschiedlichen Besitzern und trafen nur während der gemeinsamen Weidezeit aufeinander.

Nach Einschätzung des Forschungsteams war das beobachtete Sexualverhalten Teil einer sozialen Beziehung zwischen den beiden Tieren. Die Beobachtungen könnten dazu beitragen, Sexualverhalten auch jenseits der Fortpflanzung als soziales Merkmal besser zu verstehen. Welche genaue Funktion es in diesem Fall hatte, müsse allerdings durch weitere Untersuchungen geklärt werden. Denkbar sei, dass solche Interaktionen dem Erhalt sozialer Bindungen oder dem Abbau von Spannungen dienen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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