Bayern

A99 bei München dicht: Das müssen Autofahrer jetzt wissen

Stillstand rund um München? Die A99 im Osten soll komplett dichtmachen – warum Autofahrern jetzt ein Chaos-Wochenende droht.

03.11.2026, 05:01 Uhr

Vollsperrung auf der A99: Münchner Osten Ende November ein Wochenende lang dicht

Ein stark befahrener Abschnitt des Autobahnrings im Osten von München wird Ende November für ein ganzes Wochenende vollständig gesperrt. Ursache ist der Abriss einer Brücke über der A99 bei Haar, wie die Autobahn GmbH Südbayern mitteilte. Die Behörde warnt vor erheblichen Verkehrsproblemen in München und im Umland und empfiehlt, den Bereich großräumig zu meiden.

Wann beginnt die Sperre?

Geplant ist die Vollsperrung ab Freitag, 20. November, 20.00 Uhr. Die Freigabe soll am Montag, 23. November, um 5.00 Uhr erfolgen. Nach Angaben der Autobahn GmbH wurde bewusst das verkehrsärmste Wochenende des Jahres gewählt.

Welcher Abschnitt ist betroffen?

Gesperrt wird die A99 zwischen den Autobahnkreuzen München-Süd und München-Ost. Damit ist die sogenannte Ostumfahrung betroffen – eine der meistgenutzten Autobahnstrecken in Deutschland. Wegen der Verbindungen zu wichtigen Routen wie A8, A9 und A92 hat der Abschnitt eine zentrale Funktion für den Nord-Süd-Verkehr.

Wo werden die größten Probleme erwartet?

Da es keine leistungsfähige Ausweichautobahn parallel zur A99 gibt, dürfte sich ein großer Teil des Verkehrs durch das Münchner Stadtgebiet verlagern. Die Autobahn GmbH rechnet deshalb mit massiven Belastungen auf den Straßen im gesamten Stadtgebiet. Auch in den Landkreisen München, Ebersberg und Erding werden erhebliche Behinderungen erwartet. Fahrten zur Messe München oder zum Flughafen könnten deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Autobahn GmbH
Die Sperrung wird notwendig, weil eine Brücke über die A99 bei Haar abgerissen werden muss. (Archivbild) Quelle: Daniel Vogl/dpa

Was raten die Verantwortlichen Autofahrern?

Verkehrsexperten empfehlen, möglichst auf Bus und Bahn umzusteigen oder nicht notwendige Autofahrten ganz zu vermeiden. Das soll auch helfen, Zufahrtswege für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste freizuhalten.

Welche Umleitungen sind vorgesehen?

Der Verkehr soll bereits weit vor München auf andere Strecken umgeleitet werden. Vor allem Lkw in Richtung Brenner sollen schon ab Würzburg über die A7 und A96 fahren und in Österreich den Arlbergtunnel nutzen. Wer aus dem Raum Nürnberg etwa in Richtung Tauernautobahn, Wien oder Osteuropa unterwegs ist, sollte laut Empfehlung bereits dort auf die A3 Richtung Regensburg und Passau wechseln. Das gilt entsprechend auch für Reisende aus südlicher Richtung.

Warum ist der Abriss nötig?

Die Brücke bei Haar stammt aus dem Jahr 1973 und ist inzwischen so stark geschädigt, dass sie ersetzt werden muss. Nach Angaben der Autobahn GmbH kann der Rückbau nur in einem Stück erfolgen. Bei einem teilweisen Abriss bestehe die Gefahr, dass verbleibende Teile unkontrolliert auf die Fahrbahn der A99 stürzen.

Wie geht es danach weiter?

Nach dem Abbruch soll an derselben Stelle eine neue Brücke entstehen. Die Fertigstellung ist für Ende 2028 vorgesehen. Bis dahin wird der Verkehr bereits seit August über eine Behelfsbrücke geführt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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