Suvarnabhumi in Bangkok soll Kapazität bis 2030er-Jahre massiv ausbauen
Thailands größter Airport, Suvarnabhumi in Bangkok, soll seine Aufnahmekapazität in den kommenden sechs bis sieben Jahren deutlich erhöhen. Nach dem fünften Entwicklungsplan der staatlichen Betreibergesellschaft Airports of Thailand (AOT) ist vorgesehen, die Zahl der jährlich möglichen Passagiere von derzeit rund 60 Millionen auf 120 Millionen zu steigern.
Geplant sind dafür ein zusätzliches Terminal sowie eine vierte Start- und Landebahn. Mit diesem Ausbau würde Suvarnabhumi in eine Liga mit den weltweit verkehrsreichsten Flughäfen wie Atlanta und Dubai aufsteigen.
Nach Angaben von AOT-Präsidentin Paweena Jariyathitipong verteilen sich die aktuellen Kapazitäten auf etwa 45 Millionen Reisende im Hauptterminal und weitere 15 Millionen im Satellitenterminal SAT-1. Die neuen Vorhaben sollen innerhalb von sechs bis sieben Jahren umgesetzt werden. Der Entwicklungsplan soll dem Kabinett bald zusammen mit dem Projekt zur Erweiterung des östlichen Flughafenbereichs vorgelegt werden.
Mehr Platz für Abfertigung und Gepäck
Mit der sogenannten East Expansion sollen zusätzliche Bereiche für die Passagierabfertigung entstehen. Vorgesehen sind unter anderem weitere Check-in-Schalter und längere Gepäckförderanlagen. Die Unterlagen für die Ausschreibung seien bereits vorbereitet, das Vergabeverfahren soll im kommenden Jahr anlaufen.
Auch der zweite Bangkoker Flughafen Don Mueang steht auf der Ausbauagenda. Dort will die Betreibergesellschaft das Budget von ursprünglich 36 Milliarden auf 69 Milliarden Baht erhöhen, was umgerechnet etwa 1,8 Milliarden Euro entspricht. Ziel ist es, die Jahreskapazität von Don Mueang auf 40 Millionen Passagiere anzuheben.

Bangkok zählt seit Jahren zu den meistbesuchten Städten weltweit. Suvarnabhumi ist dabei eines der wichtigsten Luftverkehrsdrehkreuze in Südostasien und darüber hinaus für die gesamte Asien-Pazifik-Region von großer Bedeutung. Aktuell werden von dort aus rund 150 Ziele in fast 60 Ländern ohne Zwischenstopp angeflogen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber