Rohstoffpreise in Bayern deutlich gestiegen
Nach Einschätzung der bayerischen Wirtschaft haben sich in den vergangenen Monaten neben Öl und Gas fast alle Metalle spürbar verteuert. Wie vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt mitteilte, bewegen sich die Rohstoffpreise inzwischen wieder fast auf dem Rekordniveau von 2021. Der Rohstoffpreisindex des Verbands legte im ersten Quartal um 14,3 Prozent auf 188,9 Punkte zu. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum 2025 ergibt sich sogar ein Anstieg von 23,1 Prozent.
Der Index der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft berücksichtigt neben Rohöl auch Industriemetalle, Edelmetalle und seltene Erden. Letztere zählen ebenfalls zu den Metallen und spielen vor allem bei elektronischen Bauteilen, Batterien und Magneten eine wichtige Rolle.
Edelmetalle mit stärkstem Plus
Am kräftigsten verteuerten sich im ersten Quartal die Edelmetalle. Hier registrierte die vbw ein Plus von mehr als 34 Prozent. Das gilt trotz der Tatsache, dass Gold und Silber im Verlauf des März wieder etwas nachgaben.
Auf Platz zwei lagen die seltenen Erden mit einem Preisanstieg von 29,3 Prozent. Als Hauptgrund nennt die vbw die Exportbeschränkungen der chinesischen Regierung. China beherrscht einen großen Teil des Weltmarkts in diesem Bereich.
Auch Industriemetalle wurden deutlich teurer und legten laut Verband um 14,3 Prozent zu. Besonders heraus stachen Lithium und Wolfram: Lithium verteuerte sich um mehr als 80 Prozent, Wolfram sogar um über 130 Prozent. Lithium wird unter anderem für Batterien von Elektroautos benötigt, während Wolfram laut Brossardt etwa für KI-Chips und Waffen wichtig ist.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion