US-Präsident Donald Trump hat angeordnet, die Entwicklung von Quantencomputern zu beschleunigen und deren Nutzung in US-Behörden voranzutreiben. Nach Angaben von Michael Kratsios, einem engen Trump-Vertrauten im Weißen Haus für Wissenschafts- und Technologiepolitik, soll das Energieministerium bis 2028 über einen Quantencomputer verfügen, der für Forschungszwecke stark genug ist.
Im entsprechenden Erlass selbst wird allerdings kein konkretes Datum genannt. Darin ist stattdessen festgelegt, dass mehrere Bundesbehörden, darunter auch die Raumfahrtbehörde Nasa, Fünfjahrespläne für den Einsatz von Quantentechnologien entwickeln sollen.
Hoffnung auf deutlich mehr Rechenleistung
Von Quantencomputern wird erwartet, dass sie klassische Rechner in vielen Bereichen weit übertreffen und damit neue wissenschaftliche Fortschritte ermöglichen. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass mit dieser Technik heutige Verschlüsselungsverfahren, die bislang als sicher gelten, vergleichsweise leicht überwunden werden könnten.
Große Technologiekonzerne wie Apple und Google arbeiten deshalb bereits seit Jahren an neuen Verschlüsselungsmethoden, die auch Angriffen durch Quantencomputer standhalten sollen. Trump ordnete zudem an, die amerikanische Infrastruktur besser gegen Attacken mit Quantentechnologie zu schützen. Vorrangig abgesichert werden sollen dabei unter anderem Energieversorger und Wasserversorger.
Leistungsfähige Quantencomputer befinden sich bislang noch in der Entwicklungsphase. Google zählt in diesem Bereich zu den wichtigsten Akteuren und strebt an, bis zum Ende des Jahrzehnts praxistaugliche Systeme bereitzustellen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber