Wirtschaft

Speicherpreis-Schock: Steht GoPro vor dem Aus?

KI treibt Chippreise hoch: Jetzt kämpft ausgerechnet Actioncam-Pionier GoPro ums Überleben. Steht der Absturz kurz bevor?

02.06.2026, 02:31 Uhr

GoPro warnt wegen teurer Speicherchips vor finanziellen Risiken

Der Actionkamera-Hersteller GoPro gerät nach eigenen Angaben durch den starken Anstieg der Preise für Speicherchips zunehmend unter Druck. Das Unternehmen aus Kalifornien teilte Anlegern mit, dass Unsicherheit über die weitere Unternehmensfortführung bestehe. Eine solche Mitteilung gilt als formelle Warnung an Investoren, wenn finanzielle Probleme drohen. Um eine mögliche Zahlungsunfähigkeit abzuwenden, könnte GoPro demnach zusätzliches Kapital aufnehmen oder neue Vereinbarungen mit Geldgebern treffen.

Bereits nach dem ersten Quartal hatte GoPro darauf hingewiesen, dass sich die Kosten für Speicher in einigen Fällen mehr als verdoppelt hätten. Als wichtiger Preistreiber gilt derzeit der schnelle Ausbau großer Rechenzentren für Künstliche Intelligenz, der die Nachfrage nach Halbleitern und Speicherbausteinen stark erhöht. Auch andere Elektronikfirmen bekommen diese Entwicklung zu spüren.

Bei GoPro kommt die Belastung jedoch zu einem ohnehin schwachen Geschäft hinzu. Im vergangenen Quartal brach der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 25 Prozent ein. Unter dem Strich stand ein Verlust von rund 81 Millionen US-Dollar.

GoPro zählt zu den Wegbereitern bei Action-Kameras, die vor allem von Sportlern und Abenteurern genutzt werden, etwa beim Snowboarden, Surfen oder Radfahren. In den vergangenen Jahren sah sich das Unternehmen allerdings mit wachsendem Wettbewerbsdruck konfrontiert.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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