Wirtschaft

Regierung plant Gas-Reserve für Krise

Was, wenn plötzlich kein Gas mehr nach Deutschland kommt? Die Regierung rüstet sich jetzt für genau diesen Ernstfall.

07.07.2026, 13:14 Uhr

Die Bundesregierung will zur staatlichen Krisenvorsorge eine nationale Gasreserve aufbauen. Wie eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin erklärte, soll damit die Versorgung mit Gas in außergewöhnlichen Notlagen gesichert werden. Als mögliches Szenario nannte sie unerwartete Ausfälle bei Importen, etwa nach Angriffen auf Pipelines. Eine solche Reserve könne in solchen Fällen wichtige Zeit verschaffen, um Ersatzlieferungen zu organisieren oder technische Probleme zu beheben.

Geplant ist laut Ministerium ein Reservevolumen von 24 Milliarden Kilowattstunden, das über mehrere Jahre hinweg beschafft werden soll. Finanziert werden soll das Vorhaben über eine Umlage für Verbraucher. Diese soll mit 29 bis 36 Cent pro Megawattstunde jedoch deutlich niedriger liegen als die inzwischen abgeschaffte Gasspeicherumlage.

Nach Angaben der Ministeriumssprecherin ist die geplante staatliche Gasreserve klar von der üblichen Vorsorge für den Winter zu trennen. Für diese reguläre Absicherung bleiben weiterhin die Marktteilnehmer verantwortlich.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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