Wirtschaft

Intel-Schock: Prognose floppt, Aktie crasht

Intel schien sich zu fangen – doch explodierende Speicherpreise bremsen den PC-Markt. Droht jetzt der nächste Rückschlag?

29.10.2026, 21:34 Uhr

Intel verfehlt Erwartungen mit schwacher Quartalsprognose

Intel hat Anleger mit einem deutlich verhaltenen Ausblick auf das laufende Quartal überrascht. Im nachbörslichen Handel verlor die Aktie daraufhin zeitweise rund 20 Prozent.

Für das aktuelle Vierteljahr rechnet der Chiphersteller mit Erlösen von 15 bis 16 Milliarden US-Dollar. Am Markt waren im Schnitt etwa 17 Milliarden Dollar erwartet worden. Auch bei der Profitabilität bleibt Intel unter den Prognosen: Beim bereinigten Ergebnis je Aktie stellt der Konzern lediglich 25 Cent in Aussicht, während Analysten mit 43 Cent gerechnet hatten.

Finanzchef David Zinsner erklärte im Gespräch mit CNBC, Intel beobachte seit einigen Wochen eine nachlassende Nachfrage. Hintergrund seien die stark gestiegenen Preise für Speicherbausteine, die den Kauf neuer Geräte bremsten. Besonders das Geschäft mit Personal Computern dürfte nach Einschätzung des Managers noch bis über das erste Halbjahr 2027 hinaus belastet bleiben.

Die Preise für Speicher sind zuletzt kräftig gestiegen, weil der Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz die Nachfrage stark angetrieben hat.

Im abgelaufenen Quartal steigerte Intel den Umsatz im Jahresvergleich um 21 Prozent auf 16,5 Milliarden US-Dollar und traf damit in etwa die Erwartungen der Analysten. Der Nettogewinn ging jedoch um 18 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar zurück.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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