Klöckner: Schutz jüdischen Lebens ist Aufgabe der gesamten Gesellschaft
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat dazu aufgerufen, Verantwortung für jüdisches Leben in Deutschland als gemeinsame gesellschaftliche Pflicht zu begreifen. Bei der Eröffnung der 40. Jüdischen Kulturtage in München sagte die CDU-Politikerin, der Einsatz für jüdisches Leben dürfe nicht allein bei der jüdischen Gemeinschaft liegen, sondern betreffe alle Menschen im Land.
Besonders hob Klöckner die Bedeutung der Kultur hervor. Die jüdische Kultur sei seit Jahrhunderten ein selbstverständlicher und unverzichtbarer Bestandteil des kulturellen Lebens in Deutschland. Sie präge Vergangenheit und Gegenwart gleichermaßen und gehöre fest in die Mitte der Gesellschaft.
Zugleich mahnte die Bundestagspräsidentin, jüdisches Leben nicht nur im Rückblick zu betrachten. Erinnerung allein reiche nicht aus, vielmehr brauche es jüdische Gegenwart und eine gemeinsame Zukunft.
Programm bis Ende November
Die Jüdischen Kulturtage in München bieten noch bis Ende November ein vielfältiges Programm mit Konzerten, Lesungen, Filmen und Gesprächen. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, die Vielfalt jüdischer Kultur und Tradition einem breiten Publikum näherzubringen.
Klöckner würdigte außerdem Charlotte Knobloch, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, anlässlich ihres 94. Geburtstags. Vor deren Lebenswerk verneige sie sich mit großem Respekt und Dankbarkeit, sagte Klöckner.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber