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Meghans Vater: Jetzt prüft die Polizei den Skandal

Neue Vorwürfe gegen Meghans Vater – und jetzt steht auch die Polizei unter Druck: Wurde ein möglicher Skandal jahrelang übersehen?

29.10.2026, 18:49 Uhr

Polizei gerät im Fall um Vorwürfe gegen Meghans Vater unter Druck

Im Zusammenhang mit den Missbrauchsvorwürfen gegen den Vater von Herzogin Meghan rückt nun auch das Vorgehen der Metropolitan Police in den Fokus. Die Londoner Polizei erklärte am Nachmittag, sie habe die zuständige Aufsichtsbehörde um eine Untersuchung gebeten. Hintergrund ist ein Schreiben aus dem Jahr 2019 mit Vorwürfen gegen Thomas Markle, das damals an das Büro der Herzogin weitergeleitet worden war, ohne andere Strafverfolgungsbehörden einzuschalten.

Auf den Philippinen wird inzwischen gegen Meghans Vater ermittelt. Ihm wird vorgeworfen, in einem früheren Wohnhaus umfangreiches kinderpornografisches Material zurückgelassen zu haben. Die britische Boulevardzeitung Sun hatte unter Berufung auf Thomas Markle Jr. berichtet, dieser habe Fotos und Videos entdeckt und daraufhin die philippinische Polizei informiert. Auch das FBI in den USA soll Kenntnis erhalten haben. Thomas Markle Sr., der inzwischen wieder in den Vereinigten Staaten lebt, weist die Anschuldigungen zurück.

Die britische Polizei bestätigte, im Januar 2019 ein Schreiben erhalten zu haben, in dem angeblich Sicherheitsbedenken mit Blick auf die Herzogin von Sussex angekündigt wurden. Laut Commander Adam Slonecki habe das Schreiben zwar keine konkreten Hinweise zu Sicherheitsfragen enthalten, dafür aber mehrere Behauptungen über mutmaßliche Straftaten außerhalb Großbritanniens. Nach einer Prüfung sei das Dokument an das Büro des Herzogs und der Herzogin von Sussex weitergeleitet worden.

Gerade diese Weitergabe sowie die Entscheidung, keine weiteren Behörden zu informieren, sollen nun von der Aufsicht untersucht werden. Nach Angaben der Polizei ist nun geplant, wegen der in dem Brief enthaltenen Vorwürfe mehrere Meldungen an zuständige ausländische Ermittlungsbehörden zu machen. Dieser Vorgang laufe bereits und solle in den nächsten Tagen abgeschlossen werden.

FBI kennt die Vorwürfe

Das philippinische Justizministerium bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass eine Anzeige gegen den 82-jährigen Thomas Markle vorliegt. Zuständig sei eine spezielle Einheit gegen Menschenhandel und sexuellen Kindesmissbrauch im Internet. Das FBI erklärte, man kenne die Vorwürfe und werde die philippinischen Behörden bei Bedarf unterstützen.

Herzogin Meghan, die seit 2018 mit Prinz Harry verheiratet ist, hatte schon vor Jahren den Kontakt zu ihrem Vater abgebrochen. Im Zuge der neuen Berichte über die Vorwürfe soll sie sich erneut deutlich von ihm distanziert haben. Wie die Sun und die BBC unter Berufung auf Personen aus Meghans Umfeld berichteten, habe sie ihm zudem bereits lange vor dem Bekanntwerden der aktuellen Anschuldigungen schriftlich mitgeteilt, dass er seine Enkel Archie und Lilibet niemals kennenlernen werde.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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