Wirtschaft

Kehrtwende bei Wacker Chemie?

2025 tiefrot – doch jetzt keimt bei Wacker Chemie überraschend neue Hoffnung. Was steckt hinter dem plötzlichen Aufschwung?

29.10.2026, 14:00 Uhr

Wacker Chemie kehrt in die Gewinnzone zurück

Nach den schweren Einbußen im Vorjahr kommt der Chemiekonzern Wacker zunehmend aus der Krise. Im dritten Quartal stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,4 Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen rund 87 Millionen Euro, nachdem ein Jahr zuvor noch ein Verlust von 82 Millionen Euro angefallen war.

Als wichtigste Gründe nannte der Konzern das bereits im vergangenen Jahr gestartete Spar- und Effizienzprogramm. Zusätzlich wirkte sich der stärkere US-Dollar positiv auf das Geschäft aus.

2025 hatte Wacker noch einen Nettoverlust von 805 Millionen Euro verbucht. Inzwischen hat sich die Lage deutlich verbessert: Nach den ersten neun Monaten des laufenden Jahres steht ein Nettogewinn von 452 Millionen Euro zu Buche.

Konzernchef Christian Hartel und das Management setzen nun auf eine nachhaltige Erholung und wollen den Wachstumskurs wieder aufnehmen. Gleichzeitig bleibt das Umfeld unsicher, da viele Kunden bei Bestellungen weiterhin vorsichtig agieren.

Zum Ende des Septembers beschäftigte Wacker weltweit gut 15.900 Menschen, etwa zwei Drittel davon in Deutschland.

Nach eigenen Angaben ist Wacker ein führender Produzent von hochreinem Polysilizium, einem zentralen Ausgangsstoff für Computerchips. Darüber hinaus stellt das Unternehmen Silikone her, die beispielsweise für Harze und Öle verwendet werden, sowie Polymere, die unter anderem in Lacken und Klebstoffen zum Einsatz kommen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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