Umfrage: Deutsche halten sich beim Konsum und bei Freizeitaktivitäten stärker zurück
Viele Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland schränken ihre Ausgaben ein – besonders bei Modekäufen und beim Ausgehen. Das geht aus einer repräsentativen Online-Befragung des Instituts Kantar hervor, die im Auftrag des Preisvergleichsportals Idealo durchgeführt wurde. Befragt wurden mehr als 2000 Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren.
Am häufigsten wird demnach bei Kleidung und Accessoires gespart: 52 Prozent der Teilnehmenden nannten diesen Bereich. Dahinter folgen Hobby- und Freizeitartikel mit 42 Prozent, Elektronik mit 41 Prozent sowie Wohn- und Haushaltswaren mit 36 Prozent. Weniger stark fällt die Sparneigung bei Gesundheit mit 16 Prozent aus. Auch bei Büchern und Medien, Drogerie und Kosmetik (je 31 Prozent) sowie Lebensmitteln (32 Prozent) ist die Zurückhaltung vergleichsweise geringer. Mehrfachantworten waren möglich.
Auch in der Freizeit wird gespart. Besonders betroffen ist die Gastronomie: 52 Prozent geben an, bei Restaurant-, Café- oder Barbesuchen kürzerzutreten. Ebenfalls häufig genannt wurden Kinobesuche (46 Prozent), Konzerte und Festivals sowie Clubs und Nachtleben (je 45 Prozent). Etwas seltener wird bei Theater und Kleinkunst (39 Prozent), Ausstellungen und Museen (38 Prozent) sowie Sportangeboten wie Fitnessstudio oder Yogakursen (36 Prozent) eingespart.
Rücklagen für Reisen und die Zukunft
Wenn Geld zur Seite gelegt wird, dann am häufigsten für Urlaub und Reisen oder zum Aufbau finanzieller Reserven – jeweils 41 Prozent nannten diese Ziele. 37 Prozent sparen für die Altersvorsorge, 27 Prozent für größere Anschaffungen wie etwa ein Fahrrad oder einen Fernseher.

Beim Sparen setzen die Befragten auf unterschiedliche Strategien. 62 Prozent vergleichen stärker die Preise verschiedener Anbieter. 56 Prozent achten gezielter auf Sonderangebote und reduzierte Produkte. 48 Prozent nutzen Rabattcoupons, 44 Prozent greifen häufiger zu No-Name- oder Eigenmarken. 41 Prozent versuchen außerdem, Produkte länger zu verwenden.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion