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Kind im Auto entdeckt: Das planen die Ermittler jetzt

Was geschah mit dem Mädchen im Auto wirklich? Jetzt soll die Obduktion das Rätsel lösen – Ermittler rekonstruieren jede Stunde.

19.06.2026, 04:00 Uhr

Obduktion bestätigt Hitzeschlag als Todesursache

Nach dem Tod eines kleinen Mädchens, das in Schorndorf bei Stuttgart in einem Auto gefunden wurde, gibt es nun Gewissheit: Das 20 Monate alte Kind starb an einem Hitzeschlag. Das ergab die Obduktion, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte.

Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft wurde dabei ein Organversagen infolge des Hitzeschlags als eindeutige Todesursache festgestellt. Der Verdacht der Ermittler habe sich damit weiter erhärtet.

Gegen die 44 Jahre alte Mutter wird weiterhin wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Nach bisherigen Erkenntnissen soll sie ihre Tochter am Mittwoch über Stunden im Wagen vergessen haben.

Mutter soll geglaubt haben, das Kind in die Kita gebracht zu haben

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen soll die Frau am Mittwochmorgen in dem Glauben zur Arbeit gefahren sein, ihre Tochter bereits im Kindergarten abgegeben zu haben. Erst am Nachmittag, als sie das Kind abholen wollte und es nicht in der Kita war, soll sie das leblose Mädchen im Auto entdeckt haben.

Wie es genau zu dem Geschehen kommen konnte, ist weiter Gegenstand der Ermittlungen.

Mutter ist auf freiem Fuß

Unklar blieb zunächst, ob sich die Mutter bereits zu den Vorwürfen geäußert hat. Sie ist auf freiem Fuß und wird von einem Rechtsbeistand vertreten.

Ermittler rekonstruieren weiter den Tagesablauf

Für die Ermittler bleibt die genaue Rekonstruktion des Tages zentral. Dabei geht es unter anderem darum, den Ablauf vom Morgen bis zum Fund des Kindes lückenlos nachzuvollziehen.

Polizei und Staatsanwaltschaft prüfen weiter, wie sich der mutmaßliche Geschehensablauf im Detail abgespielt hat.

Reanimationsversuche blieben erfolglos

Nach dem Fund des Kindes versuchten Notarzt und Rettungsdienst noch, das Mädchen wiederzubeleben. Die Reanimation blieb jedoch ohne Erfolg. Das Kind starb noch am Fundort.

Bekanntes, aber schwer nachvollziehbares Phänomen

Dass Eltern ihre Kinder im Auto vergessen, ist kein Einzelfall. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang vom „Forgotten-Baby-Syndrom“.

Der US-Psychologe David M. Diamond erklärt, dass Stress, Schlafmangel oder Veränderungen im gewohnten Tagesablauf solche Situationen begünstigen können. Durch automatisierte Routinen – etwa auf dem Weg zur Arbeit – könne das Gehirn eine falsche Erinnerung erzeugen, sodass ein Kind im Wagen unbemerkt bleibt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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