Wirtschaft

Heiterblick raus aus der Insolvenz

Insolvenz abgehakt: Heiterblick startet mit neuem Chef neu durch – was jetzt beim Leipziger Straßenbahnbauer passiert

26.08.2026, 14:58 Uhr

Der Leipziger Straßenbahnbauer Heiterblick hat das Insolvenzverfahren erfolgreich beendet und richtet den Fokus nun wieder auf die laufenden Aufträge. Nach Angaben des Unternehmens haben die zuständigen Gerichte der Aufhebung des Verfahrens zugestimmt. Damit gilt die Sanierung als abgeschlossen.

Produktion läuft wieder an

Wie Heiterblick mitteilte, ist die Fertigung der Straßenbahnen für Würzburg und Dortmund inzwischen vollständig wieder gestartet. Auch die ersten Fahrzeuge für die Leipziger Verkehrsbetriebe befinden sich bereits in der Produktion.

Gleichzeitig stellt sich das Unternehmen personell neu auf. Den Vorsitz der Geschäftsführung übernimmt künftig Ulrich Lauel, der laut Unternehmensangaben auf mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Straßenbahnbranche zurückblickt. Auch die übrige Führung wurde neu geordnet.

In den kommenden Monaten will sich das Management vor allem darauf konzentrieren, die bestellten Straßenbahnen zu bauen und auszuliefern sowie die Eingliederung in den polnischen Pesa-Konzern voranzutreiben.

Neustart unter neuem Eigentümer

Pesa hatte die Übernahme des Leipziger Herstellers Anfang Juli abgeschlossen. Heiterblick war im Frühjahr 2025 in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten und hatte daraufhin ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Als Ursachen galten unter anderem gestiegene Kosten und Probleme in den Lieferketten. Zuletzt beschäftigte das Unternehmen rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Produktion bei Straßenbahnbauer HeiterBlick
Die Produktion beim Leipziger Straßenbahnbauer läuft wieder. (Archivbild) Quelle: Jan Woitas/dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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