Nordrhein-Westfalen

Gamescom bricht Rekorde: So voll war sie noch nie

Zocken, Staunen, Rekorde: Die Gamescom startet – Köln wird fünf Tage lang zum lauten Mega-Spielplatz für Hunderttausende.

26.08.2026, 10:53 Uhr

Gamescom erreicht neue Bestmarke bei Ausstellern

Die Gamescom in Köln, die als weltweit größte Messe für Computer- und Videospiele gilt, startet in diesem Jahr mit einem Rekord: Nach Angaben der Veranstalter sind mehr als 1.700 Unternehmen, Verbände und weitere Organisationen vertreten.

Damit liegt die Zahl deutlich über dem bisherigen Spitzenwert von 1.568 Ausstellern aus dem Vorjahr. Noch vor einigen Wochen war lediglich von mehr als 1.600 Teilnehmern die Rede, doch kurz vor Beginn legten die Anmeldungen nochmals spürbar zu.

Die Bedeutung der Games-Branche wächst seit Jahren. Bessere Grafik, technische Fortschritte und die weite Verbreitung von Smartphones, Konsolen und PCs sorgen dafür, dass immer mehr Menschen spielen. Entsprechend hat sich Gaming zu einem Milliardenmarkt entwickelt.

Hunderttausende Besucher in Köln erwartet

Unter dem Motto „Games machen Lust auf Zukunft“ rechnen die Veranstalter mit mindestens 350.000 Besucherinnen und Besuchern. Darunter werden auch zahlreiche Cosplayer sein, die in aufwendigen Kostümen zur Messe kommen. Rund zwei Drittel der Aussteller stammen aus dem Ausland, besonders stark vertreten sind Unternehmen aus Asien.

Am Mittwoch war die Gamescom zunächst Fachbesuchern und Fans mit besonderem Ticket vorbehalten. Schon dabei füllten sich die Hallen schnell. Ab Donnerstag, wenn die Messe für das breite Publikum öffnet, wird mit noch größerem Andrang gerechnet.

Dass Computerspiele inzwischen weit mehr sind als bloßer Zeitvertreib, zeigt auch die wachsende Aufmerksamkeit aus der Politik. Zur Messe wurden unter anderem Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD), Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sowie die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Henna Virkkunen, erwartet. Für Donnerstag hat sich zudem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier angekündigt.

Serious Games als wichtiges Thema

Ein Schwerpunkt der diesjährigen Gamescom sind sogenannte Serious Games. Dabei handelt es sich um Spiele mit pädagogischem oder gesellschaftlichem Nutzen. Sie können beispielsweise extremistische Ideologien kritisch beleuchten und Spielerinnen und Spieler zum Nachdenken anregen. Gerade im Bereich der Demokratiebildung wird solchen Titeln eine wichtige Rolle zugeschrieben.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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