Wirtschaft

Fleischproduktion bricht ein – ausgerechnet Geflügel

Deutschlands Fleischproduktion schrumpft weiter – und ausgerechnet das einstige Trendprodukt Geflügel stürzt deutlich ab.

07.08.2026, 09:08 Uhr

Die Fleischproduktion in Deutschland ist im ersten Halbjahr zurückgegangen. Besonders deutlich fiel das Minus beim Geflügel aus: Mit 755.000 Tonnen lag die erzeugte Menge 3,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Einen noch niedrigeren Wert hatte es laut Statistischem Bundesamt zuletzt im ersten Halbjahr 2017 gegeben.

Als möglicher Grund für den Rückgang beim Geflügel gelten verschiedene Tierseuchen in den Beständen. Belastbare Daten dazu fehlen nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts allerdings. Im Frühjahr mussten laut einer Sprecherin wegen des Ausbruchs der Newcastle-Krankheit rund 4,9 Millionen Legehennen und Masthühner getötet und unschädlich beseitigt werden. Betroffen waren auch Elterntierherden von Broilern. Bereits 2025 hatte es zudem zahlreiche Ausbrüche der Vogelgrippe gegeben.

Auch bei Rindfleisch gab es im selben Zeitraum einen leichten Rückgang von 0,1 Prozent. Die Produktion von Schweinefleisch legte dagegen leicht zu. Mit einem Anteil von 63,7 Prozent an der gesamten Fleischmenge bleibt Schweinefleisch weiterhin die wichtigste Fleischsorte in Deutschland.

Gesamtproduktion leicht gesunken

Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts produzierten die gewerblichen Schlachtunternehmen in den ersten sechs Monaten knapp 3,4 Millionen Tonnen Fleisch. Das entspricht einem Minus von 0,4 Prozent beziehungsweise 14.700 Tonnen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Für diese Produktion wurden im Halbjahr rund 22,2 Millionen Schweine, 1,4 Millionen Rinder sowie 343,2 Millionen Tiere aus verschiedenen Geflügelarten geschlachtet. Schafe, Ziegen und Pferde zusammen kamen lediglich auf 0,3 Prozent der gesamten Fleischproduktion.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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