Bayern

Wälder am Limit – diese Gefahren eskalieren jetzt

Alarm in Bayerns Wäldern: Hohe Brandgefahr – und jetzt könnte auch der Borkenkäfer massiv zuschlagen.

07.08.2026, 14:02 Uhr

Hitze, Trockenheit und Borkenkäfer belasten Bayerns Wälder

Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen machen den Wäldern in Bayern stark zu schaffen. Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) warnt dabei besonders vor dem Borkenkäfer: Nach ihren Angaben steht die zweite Käfergeneration kurz vor dem Ausflug. Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer sollten ihre Flächen deshalb jetzt besonders gründlich kontrollieren.

Viele Fichten seien durch die lange Hitzeperiode geschwächt und dadurch besonders anfällig für einen Befall. Laut Kaniber ist die aktuelle Phase entscheidend, um neue Schäden frühzeitig zu erkennen und einzudämmen.

Diese Regionen sind besonders betroffen

Als besonders gefährdet gelten derzeit das südliche Schwaben, das Donauhügelland sowie der westliche Teil Unterfrankens. In den übrigen Landesteilen Bayerns wird damit gerechnet, dass die zweite Borkenkäfergeneration spätestens in der zweiten Augusthälfte ausschwärmt.

Die Ministerin rät dazu, Wälder regelmäßig auf Bohrmehl und andere typische Anzeichen eines Befalls zu prüfen. Werden befallene Bäume rasch entdeckt und entfernt, lasse sich größerer Schaden oft noch vermeiden. Die nächsten Wochen seien für den Waldschutz von großer Bedeutung.

So müssen befallene Bäume behandelt werden

Wie das Ministerium mitteilte, müssen befallene Bäume beseitigt werden, bevor die neue Käfergeneration ausfliegt. Anschließend soll das Holz möglichst schnell aus dem Wald gebracht werden. Alternativ müsse es in mindestens 500 Metern Entfernung zum nächsten Fichtenbestand gelagert werden.

Ein Borkenkäferbefall zerstört die Leitungsbahnen des Baumes für Wasser und Nährstoffe. In der Folge stirbt der Baum vollständig ab.

Auch die Waldbrandgefahr bleibt hoch

Neben dem Schädlingsbefall droht den bayerischen Wäldern aktuell auch erhöhte Brandgefahr. Für das Wochenende haben die Regierungen der Oberpfalz sowie von Niederbayern, Mittelfranken, Unterfranken und Oberfranken Beobachtungsflüge angeordnet. Dabei sollen die Wälder aus der Luft überwacht werden. Die Beobachter achten bei diesen Einsätzen auch gezielt auf Hinweise auf Borkenkäferbefall.

Die Regierung von Mittelfranken nannte vor allem den ausbleibenden Regen und die weiterhin hohen Temperaturen als Ursache für das hohe Waldbrandrisiko. Schon kleinste Zündquellen könnten ausreichen, um Feuer auszulösen. Deshalb sei besondere Vorsicht im Wald und in dessen unmittelbarer Nähe notwendig.

Behörden rufen zu besonderer Vorsicht auf

Die Regierung von Oberfranken appellierte an die Bevölkerung, im Wald keinesfalls mit offenem Feuer umzugehen und dort auch nicht zu rauchen. Außerdem sollten Fahrzeuge nicht auf leicht entzündlichem Untergrund abgestellt werden, da heiße Katalysatoren Brände verursachen können.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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