Wirtschaft

Euroraum-Flaute setzt Maschinenbau unter Druck

Dämpfer im Maschinenbau: Im Mai bröckelten die Bestellungen – besonders aus Euro-Ländern. Kommen jetzt doch neue Impulse?

02.07.2026, 10:00 Uhr

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau hat im Mai weniger neue Aufträge verzeichnet. Preisbereinigt lag der Auftragseingang nach Angaben des Branchenverbands VDMA um 1 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Während die Bestellungen aus dem Inland um 3 Prozent zurückgingen, stiegen die Aufträge aus dem Ausland leicht um 1 Prozent.

Besonders deutlich fiel der Rückgang bei den Bestellungen aus den Euro-Ländern aus: Hier meldete der Verband ein Minus von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Aus Staaten außerhalb des Euroraums kamen dagegen 11 Prozent mehr Aufträge.

Branche bleibt abwartend

VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt sieht die Ursachen vor allem in der Unsicherheit vieler Kunden angesichts internationaler Krisen und möglicher Engpässe bei Vormaterialien. Die Unternehmen hielten sich deshalb mit neuen Bestellungen zurück. Aus seiner Sicht befindet sich die Branche damit weiterhin in einer Wartestellung.

Zugleich forderte er von der Bundesregierung spürbare Reformen, um die Unternehmen in Deutschland zu entlasten. Der Industriestandort brauche dringend eine deutliche Stärkung.

Im Dreimonatszeitraum von März bis Mai, der als weniger anfällig für starke monatliche Schwankungen gilt, zeigte sich dagegen ein freundlicheres Bild. In diesem Zeitraum stiegen die Bestellungen aus dem Inland um 3 Prozent, die Auslandsaufträge legten sogar um 13 Prozent zu. Der VDMA verweist in diesem Zusammenhang auf außergewöhnlich hohe Großaufträge im März.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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