Wirtschaft

Diese fünf Städte kämpfen verzweifelt um Galeria

Nächster Galeria-Schock in Bayern? Mehrere Städte schlagen Alarm – und fordern jetzt ein Eingreifen der Staatsregierung.

01.09.2026, 13:01 Uhr

Bayerische Städte fordern Einsatz für bedrohte Galeria-Filialen

Fünf Galeria-Standorte in Bayern könnten vor dem Aus stehen. Dagegen regt sich nun Widerstand aus den betroffenen Kommunen: Die Oberbürgermeister von Aschaffenburg, Würzburg, Bayreuth, Memmingen und München haben sich in einem gemeinsamen Papier an die Staatsregierung gewandt. Darin verlangen sie, dass Bayern die Interessen der gefährdeten Häuser gegenüber dem Unternehmen mit Nachdruck vertritt. In München ist dabei die Filiale am Rotkreuzplatz betroffen.

Nach Ansicht der Städte reicht es jedoch nicht, allein auf die Politik zu schauen. Auch die Eigentümer der Immobilien müssten ihren Beitrag leisten, um tragfähige Perspektiven zu ermöglichen. Ziel sei es, die Warenhäuser zu erhalten und möglichst viele Jobs zu sichern. Dafür brauche es eine enge Abstimmung zwischen Freistaat, Kommunen und wichtigen wirtschaftlichen Akteuren. Die Oberbürgermeister drängen deshalb auf eine klare politische Initiative aus München.

Bereits zahlreiche Schließungen in den vergangenen Jahren

Die angeschlagene Kaufhauskette hatte im Juli angekündigt, bundesweit 33 Filialen auf ihre Wirtschaftlichkeit zu überprüfen. Dabei sind auch Schließungen nicht ausgeschlossen. In Bayern mussten in den vergangenen Jahren bereits mehrere Warenhäuser aufgeben. Während einige Gebäude inzwischen neue Nutzungen gefunden haben, ist bei anderen Immobilien in zentraler Innenstadtlage weiterhin offen, wie es dort weitergehen soll.

Die nun auf dem Prüfstand stehenden Galeria-Häuser liegen nach Angaben der Städte ebenfalls an wichtigen innerstädtischen Standorten. Seit Jahrzehnten seien sie Teil gewachsener Einkaufsstrukturen und hätten ihre Umgebung entscheidend geprägt. Ihr mögliches Verschwinden sei daher weit mehr als eine reine Unternehmensentscheidung.

Aus Sicht der Rathauschefs hätte eine Schließung spürbare Folgen für ganze Innenstadtbereiche. Nicht nur große leerstehende Gebäude wären die Folge, auch Besucherströme könnten sich verlagern. Dadurch drohe eine Schwächung des umliegenden Einzelhandels.

Wie die Stadt Würzburg mitteilte, ist für Mitte September ein Gespräch der betroffenen Städte mit dem Wirtschaftsministerium geplant. Zwar seien die Bedingungen vor Ort unterschiedlich und auch die Folgen möglicher Umstrukturierungen nicht überall gleich. Dennoch verbinde alle Kommunen das gemeinsame Ziel, diese wichtigen Anlaufpunkte für lebendige Innenstädte zu bewahren.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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