Bundeskanzler Friedrich Merz hat Berichte zurückgewiesen, wonach er bei schlechten Ergebnissen der CDU bei den anstehenden Landtagswahlen parteiintern unter Druck geraten könnte. In einem Gespräch mit der Mitteldeutschen Zeitung und der Magdeburger Volksstimme bezeichnete der CDU-Chef entsprechende Spekulationen als Versuch, die Union von außen zu entzweien.
Auf die Frage, ob ihn die Debatte um sein Amt beunruhige, antwortete Merz mit einem klaren Nein. Er sagte, es werde versucht, einen Keil in die Union zu treiben. Zudem betonte er, dass das Abschneiden bei einer Landtagswahl keine Auswirkungen auf die Stabilität der Bundesregierung habe.
Für Unmut in Teilen der CDU hatte zuletzt der Umbau der Bundesregierung im Juli gesorgt, der auf den Rücktritt des Unionsfraktionsvorsitzenden Jens Spahn folgte. Seitdem wird in mehreren Medien darüber spekuliert, ob deutliche Niederlagen der CDU bei den kommenden Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin eine Debatte über einen Wechsel im Kanzleramt auslösen könnten.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber