Fußball

Schock bei 1860: Insolvenzverfahren eröffnet

Der Löwe kehrt zurück: 1860 holt sich das Kult-Wappen wieder – doch mitten in der Insolvenz steht der Klub vor der nächsten Frage.

01.09.2026, 13:05 Uhr

Insolvenzverfahren bei TSV 1860 München gestartet

Für den TSV 1860 München hat das Amtsgericht München das Insolvenzverfahren eröffnet. Der bisherige vorläufige Insolvenzverwalter Max Liebig wurde dabei offiziell zum Insolvenzverwalter bestellt.

Für den Traditionsclub, der nach dem Zwangsabstieg nur noch in der Regionalliga vertreten ist, gibt es zugleich eine positive Nachricht: Nach dem Erwerb der Markenrechte darf der Verein wieder sein bekanntes Emblem mit dem markanten Löwen verwenden.

Wie am Dienstag bekannt wurde, sollen sämtliche Gläubiger in den kommenden Tagen angeschrieben werden, damit sie ihre Forderungen anmelden können. Dazu zählen auch rund 5.500 Fans, die Dauerkarten für die laufende Saison in der 3. Liga gekauft hatten – obwohl die "Löwen" dort letztlich nicht antreten konnten.

Gläubigerausschuss billigt Angebot

Der vorläufige Gläubigerausschuss hat einem Angebot des Turn- und Sportverein München von 1860 e.V. sowie der neu gegründeten TSV München von 1860 Spielbetriebs-GmbH zugestimmt. Geplant ist der Erwerb von Vermögenswerten der insolventen KGaA, darunter auch die Markenrechte.

Dabei geht es um die geschützten Bezeichnungen "TSV 1860 München" sowie um die Wort-Bild-Marke mit dem links schauenden Löwen im Achteck, Doppelschweif und der Zahl "1860".

Rückkehr zum traditionellen Wappen

Wegen eines Konflikts mit Investor Hasan Ismaik über die Merchandising-Rechte war der Club zu Saisonbeginn vorübergehend auf ein älteres, ovales Logo ausgewichen. Über die Höhe des Kaufpreises wurde nichts bekanntgegeben.

Nach Angaben der Beteiligten sollen mit dem Erwerb auch Mitarbeiter übernommen werden. Das betrifft unter anderem auch Spieler, die noch vertraglich an die KGaA gebunden sind – aus den Teams U19, U21 sowie aus dem früheren Profikader.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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