Wirtschaft

Akku fast leer? Viele lassen sofort Verabredungen platzen

Fast leer, große Panik? Diese Umfrage zeigt, warum ein schwacher Handy-Akku für viele plötzlich zum echten Problem wird.

18.10.2026, 04:20 Uhr

Umfrage: Für manche ist ein leerer Handyakku ein Grund, Verabredungen abzusagen

Für einige Menschen hat der Ladezustand ihres Smartphones offenbar großen Einfluss auf den Alltag. Laut einer von Vodafone beauftragten Umfrage haben sieben Prozent der Befragten schon einmal ein fest vereinbartes Treffen kurzfristig abgesagt, weil der Akku ihres Handys fast leer war. Das teilte das Unternehmen in Düsseldorf mit. Die Erhebung wurde Anfang Oktober vom Meinungsforschungsinstitut Civey unter 2500 Erwachsenen durchgeführt.

Besonders deutlich zeigt sich dabei ein Altersunterschied: Jüngere Menschen messen dem Smartphone eine deutlich größere Bedeutung bei als ältere. In der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen sagte fast jeder Dritte (31 Prozent), schon einmal wegen eines schwachen Akkus eine Verabredung gestrichen zu haben. Bei den 30- bis 39-Jährigen traf das noch auf zehn Prozent zu.

In den höheren Altersgruppen lag dieser Anteil dagegen nur bei ein bis zwei Prozent. Das spricht dafür, dass ältere Nutzer mit sinkender Akkuladung wesentlich entspannter umgehen.

Wann wird der Akkustand kritisch?

Die Umfrage ging auch der Frage nach, ab welchem Akkustand sich Menschen Sorgen machen und nach einer Lademöglichkeit suchen. 23 Prozent werden demnach nervös, wenn der Wert unter 20 Prozent fällt. Für 16 Prozent liegt die kritische Grenze bei 10 Prozent, während fünf Prozent erst bei fünf Prozent Restladung unruhig werden.

Auf der anderen Seite bleibt mehr als ein Viertel (26 Prozent) gelassen: Diese Befragten gaben an, dass ihnen ein niedriger Akkustand keine größeren Sorgen bereitet.

Handyakku bei 20 Prozent
Nur noch 20 Prozent Akkuladung! Da werden manche Handynutzer nervös. Quelle: Bernd Weißbrod/dpa

Vodafone-Deutschlandchef Marcel de Groot sieht in den Ergebnissen einen Hinweis darauf, wie zentral das Smartphone inzwischen im täglichen Leben geworden ist. Aus seiner Sicht ist es längst nicht mehr nur ein Telefon, sondern zugleich Navigationsgerät, Kamera, Unterhaltungsmedium und für manche sogar Autoschlüssel. Gerade für junge Menschen sei das Gerät ein ständiger Begleiter, mit dem sie große Teile ihres Alltags organisieren. Dass ein niedriger Akkustand sogar dazu führen kann, Pläne zu ändern, zeige, wie eng digitale und reale Welt heute miteinander verknüpft sind.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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