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Wollny holt den Kunstpreis

Schon wieder ein Preis für Jazz-Star Michael Wollny: Warum Bayerns Kunstszene sein kreatives Schaffen jetzt feiert

18.10.2026, 04:00 Uhr

Michael Wollny bekommt Bayerischen Kunstpreis

Der Jazzpianist Michael Wollny wird mit dem Bayerischen Kunstpreis in der Kategorie „kreatives Schaffen“ ausgezeichnet. Wissenschaftsminister Markus Blume bezeichnete den 1978 in Schweinfurt geborenen Musiker als wichtigen bayerischen Repräsentanten des Jazz. Die Preisverleihung ist für den 12. November in München geplant.

Die Bayerische Staatsregierung vergibt die Kunstpreise in acht Sparten, jeweils verbunden mit 10.000 Euro. Hinzu kommt ein Ehrenpreis des Ministerpräsidenten, der nicht mit einem Preisgeld verbunden ist.

Erfolgreiche Karriere im europäischen Jazz

Wollny gehört seit langem zu den profiliertesten deutschen Jazzmusikern. Seine Ausbildung absolvierte er ebenfalls in Unterfranken: An der Hochschule für Musik in Würzburg schloss er laut Ministerium im Jahr 2004 mit dem Meisterklassendiplom ab.

Im Laufe seiner Karriere arbeitete er mit zahlreichen namhaften europäischen Jazzkünstlern zusammen. Dazu zählen etwa der schwedische Posaunist und Sänger Nils Landgren, dessen Landsmann, der Bassist Lars Danielsson, sowie der französische Akkordeonist Vincent Peirani.

Neben seiner Konzerttätigkeit lehrt Wollny auch als Professor für Jazz und Popmusik an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Minister Blume lobte den Pianisten mit den Worten, seine technische Brillanz am Klavier werde von einer nahezu grenzenlosen Fantasie begleitet.

Viele Ehrungen in den vergangenen Jahren

Mit dem Bayerischen Kunstpreis erhält Wollny eine weitere bedeutende Auszeichnung. Schon in den vergangenen zwanzig Jahren wurde er vielfach geehrt, darunter auch mehrfach in Bayern. So bekam er bereits den Bayerischen Kunstförderpreis, den Bayerischen Staatspreis für Musik und den Kulturpreis Bayern.

Auch international wurde sein Schaffen anerkannt: 2015 wählte ihn die Académie du Jazz in Paris zum „European Jazz Musician of the Year“.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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