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30 Grad im Main – jetzt gerät auch die Donau in Gefahr

30 Grad im Main – so warm war der Fluss 2025 noch nie. Jetzt wächst die Sorge um Fische, Pflanzen und den Sauerstoff.

26.06.2026, 20:07 Uhr

Die Temperatur des Mains ist an der Messstelle Erlabrunn bei Würzburg am Nachmittag zeitweise auf 30 Grad gestiegen. Nach Angaben des Landesamts für Umwelt (LfU) wurde dieser Wert um 14.30 Uhr gemessen – so hoch wie noch an keinem anderen Tag in diesem Jahr. Bis zum Abend kühlte das Wasser nur geringfügig ab. Aus Sicht von Fachleuten wären für diese Jahreszeit eher 20 bis 25 Grad günstig.

Auch die Donau hat sich in den vergangenen Tagen deutlich erwärmt. An der Messstation Pfelling bei Deggendorf wurde laut LfU am Freitagnachmittag ein Tageshöchstwert von 28,6 Grad festgestellt.

Ein Grund für die höheren Temperaturen im Main ist seine Bauweise: Der Fluss besitzt rund 30 Staustufen, an denen das Wasser langsamer fließt und sich dadurch stärker aufheizen kann. Die Donau ist deshalb meist kühler – auch weil sie zusätzlich von Gletscherwasser gespeist wird.

Warnungen der Bezirksregierungen

Wegen der hohen Wassertemperaturen haben die Bezirksregierungen von Unterfranken und der Oberpfalz für einzelne Flussabschnitte Warnungen ausgegeben. Für den Main gilt im Bereich zwischen Würzburg und Kahl am Main an der Grenze zu Hessen sogar die höchste Warnstufe „Alarm“.

Die zuständigen Wasserwirtschaftsämter und Kreisverwaltungsbehörden sollen nun Maßnahmen ergreifen, damit sich Sauerstoffgehalt und Temperatur nicht weiter verschlechtern.

So sollen unter anderem Schlammräumungen und Baggerarbeiten ausgesetzt werden. Unternehmen werden aufgefordert, möglichst kein zusätzlich erwärmtes Wasser in die Flüsse einzuleiten. Auch Städte und Gemeinden sollen in dieser angespannten Lage auf Kanalspülungen und ähnliche Arbeiten verzichten.

Zu warmes Flusswasser kann Tiere und Pflanzen erheblich belasten. Nach Angaben der Regierung von Unterfranken sind jedoch sowohl die Sauerstoffwerte als auch die Wassermenge im Main derzeit noch unkritisch.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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