Bayerns Kliniken bereiten sich auf hitzebedingte Notfälle vor
Die Krankenhäuser in Bayern sehen sich für ein mögliches erhöhtes Patientenaufkommen am Wochenende infolge der starken Hitze gut vorbereitet. Wie die Bayerische Krankenhausgesellschaft mitteilte, seien die Kliniken routinemäßig darauf eingestellt, bei hohen Temperaturen mehr Menschen mit entsprechenden Beschwerden zu versorgen.
Als besonders gefährdet gelten nach Angaben der Verantwortlichen vor allem ältere Menschen, Kinder, Schwangere sowie Personen mit chronischen Erkrankungen. Auch Pflegebedürftige und alleinlebende Menschen seien bei extremer Wärme einem erhöhten Risiko ausgesetzt.
Zugleich rief die Krankenhausgesellschaft dazu auf, vermeidbare Notfälle möglichst zu verhindern und auf Mitmenschen zu achten. Wichtig seien vor allem ausreichend Flüssigkeit, das Vermeiden der Mittagshitze und besondere Aufmerksamkeit für gefährdete Personen.
Notfallmediziner sieht gewachsene Aufmerksamkeit für Hitzeschutz
Michael Bayeff-Filloff, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme in Rosenheim und Ärztlicher Landesbeauftragter des Rettungsdienstes in Bayern, erklärte, die Notaufnahmen seien selbstverständlich auf schwere Erkrankungen und Verletzungen vorbereitet, die auch durch extreme Hitze ausgelöst werden könnten. Gleichzeitig stellte er fest, dass in der Bevölkerung inzwischen ein gutes Bewusstsein für den Schutz vor Hitze vorhanden sei.
Dennoch appellierte er an die Menschen, in diesen Tagen besonders sorgsam mit sich selbst und anderen umzugehen – vor allem mit älteren Personen im eigenen Umfeld.
Für das Wochenende werden in Bayern Temperaturen von bis zu 41 Grad erwartet. Der Deutsche Wetterdienst warnt deshalb vor einer starken bis extremen Wärmebelastung.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber