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«Kollaps droht»: Was Hitze mit Mooren und Quellen macht

Alarm wegen Hitzewelle: Moore und Quellen trocknen aus – mit fatalen Folgen für Tiere. Jetzt stellen Experten klare Forderungen.

26.06.2026, 14:59 Uhr

Bund Naturschutz schlägt Alarm wegen austrocknender Feuchtgebiete in Bayern

Die anhaltende Hitze setzt Bayerns Feuchtgebieten stark zu. Nach Angaben des Bund Naturschutz trocknen derzeit vielerorts Moore, Quellen und kleine Gewässer aus. BN-Landesbeauftragter Martin Geilhufe warnte, die Lage sei äußerst ernst: Wenn Moore austrocknen und Tümpel sowie Quellen verschwinden, gerieten ganze Ökosysteme in Gefahr. Besonders betroffen seien Amphibien, wasserlebende Insekten wie Libellen und Wasserkäfer sowie zahlreiche weitere Arten. Der Verband warnt vor einem großflächigen Artensterben.

Auch Weiher, Moore und Bäche führen demnach momentan nur noch sehr wenig Wasser. Viele Pfützen seien bereits vollständig verschwunden. Für Wildtiere bedeute das, dass wichtige Wasserstellen verloren gehen.

Welche Maßnahmen der BN fordert

Aus Sicht des Bund Naturschutz muss deutlich mehr für den Schutz und die Wiederherstellung von Feuchtgebieten getan werden. Artenschutzexpertin Christine Margraf erklärte, nötig sei ein konsequenterer Wasserrückhalt in der Landschaft. Noch immer würden viele Feuchtflächen entwässert und trockneten deshalb besonders schnell aus.

Dort jedoch, wo Moore, Flussauen und andere Feuchtgebiete renaturiert wurden oder Biber mit ihren Dämmen Wasser zurückhalten, fließe das Wasser deutlich langsamer ab. Solche Maßnahmen müssten nach Ansicht des Verbands auf viel größeren Flächen umgesetzt werden.

Zugleich kritisiert der BN, dass bestehende Förderprogramme und gesetzliche Vorgaben nicht ausreichen. Diese müssten ausgebaut und verbessert werden. Geilhufe betonte außerdem, dass die Wiederherstellung geschädigter Lebensräume mit fortschreitendem Klimawandel immer schwieriger werde. Deshalb brauche es neben der Renaturierung auch schnelleren Klimaschutz und einen Ausstieg aus fossilen Energieträgern.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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