Der Schlagerkomponist Ralph Siegel hat nach eigenen Angaben während seines künstlichen Komas eine Idee für den Eurovision Song Contest entwickelt. Dem „Münchner Merkur“ von Ippen Media sagte der 80-Jährige, er habe aus dieser Zeit ein außergewöhnliches Lied mitgebracht. Der Song sei bereits klar in seinem Kopf, und er sei überzeugt, dass er großes Potenzial habe. Siegel plant demnach, das Stück für den nächsten ESC einzureichen. Dabei habe er ein ähnliches Gefühl wie damals bei „Ein bisschen Frieden“, dem Siegertitel des Wettbewerbs aus dem Jahr 1982.
Koma als „immerwährender Alptraum“
Die Zeit im künstlichen Koma beschreibt Siegel jedoch als äußerst belastend. Zwar könne er sich nicht mehr an Einzelheiten erinnern, sagte er der Zeitung, doch das Gefühl von Angst sei geblieben. Er habe diese Phase als das Schlimmste empfunden, was er je erlebt habe. Es sei wie ein endloser Albtraum gewesen, verbunden mit dem Eindruck, gefangen zu sein und Qualen zu erleiden.
Anfang Juli war der Münchner wegen einer Lungenentzündung von Ärzten in ein künstliches Koma versetzt worden. Vor rund zwei Wochen wachte er wieder auf. Seitdem arbeitet er an seiner Erholung und hat dem Bericht zufolge bereits erste Schritte gemacht – noch langsam und mit Unterstützung einer Gehhilfe. Das habe ihm jedoch Mut gemacht, bald wieder richtig laufen zu können. Zudem hoffe er, Ende der kommenden Woche nach Hause zurückzukehren.
Ralph Siegel gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Schlagerkomponisten und -produzenten. Im Laufe seiner Karriere veröffentlichte er rund 3.000 Lieder. Sein bekanntester Erfolg bleibt „Ein bisschen Frieden“.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber