Bayern

Fernpass dicht – Droht Bayern jetzt Chaos?

Ferienstart, Fernpass dicht, Chaos-Alarm: Viele rechneten mit Mega-Staus. Doch was dann wirklich passierte, überrascht.

01.08.2026, 11:29 Uhr

Fernpass-Sperre: Verkehrschaos in Bayern bleibt aus

Die befürchteten massiven Staus zum Start der Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg sind trotz der Sperrung des Fernpasses in Tirol ausgeblieben. Auf deutscher Seite lief der Reiseverkehr Richtung Süden nach Angaben der Polizei weitgehend flüssig.

Am Grenztunnel bei Füssen habe am Vormittag praktisch "tote Hose" geherrscht, sagte ein Polizeisprecher. Rückstaus habe es dort nicht gegeben. Zudem sei auffällig gewesen, dass nur wenige Fahrzeuge aus Österreich nach Deutschland einreisten. Gesperrt wurde der Fernpass am Samstagmorgen um 9.45 Uhr.

Hintergrund der Sperre war eine Protestaktion von Anwohnerinnen und Anwohnern gegen die starke Verkehrsbelastung entlang der Route. Die vorübergehende Blockade endete am Mittag. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich an zwei Standorten insgesamt rund 1.000 Menschen.

In Österreich kam es derweil auf einigen klassischen Urlaubsrouten zu Verzögerungen im üblichen Rahmen. Auf der Autobahn von München Richtung Salzburg sowie auf der Tauernautobahn von Salzburg Richtung Villach betrug der Zeitverlust am späten Vormittag laut dem österreichischen Automobilclub ÖAMTC zwischen 50 Minuten und einer Stunde. Auf der Brennerautobahn lief der Verkehr demnach meist flüssig und bewegte sich im Rahmen des gewöhnlichen Ferienverkehrs. Andere Strecken waren nach Polizeiangaben nicht stärker belastet.

Der 1.216 Meter hohe Fernpass gilt als wichtige Nord-Süd-Verbindung durch die Alpen von Deutschland über Österreich in Richtung Italien. Im Vorfeld hatten die Behörden vor langen Verzögerungen gewarnt und dazu geraten, die Region weiträumig zu umfahren.

Bereits Ende Juni hatte es eine ähnliche Sperrung gegeben, die ebenfalls ohne größere Beeinträchtigungen verlaufen war. Diesmal fiel die Demonstration allerdings auf den Beginn der Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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