Neuer Ärger für Prinz Andrew
Prinz Andrew sorgt in Großbritannien erneut für kritische Schlagzeilen. Ein Bericht des britischen Rechnungshofs National Audit Office (NAO) legt nahe, dass der Bruder von König Charles III. über Jahre hinweg ohne Mietzahlungen in der Royal Lodge in Windsor gelebt haben soll. Zudem soll er Einnahmen erzielt haben, indem Nebengebäude des Anwesens untervermietet wurden.
Dem Bericht zufolge profitieren auch Andrews Töchter, Prinzessin Beatrice und Prinzessin Eugenie, von besonders günstigen Mietvereinbarungen für royale Immobilien. Die Kosten sollen jedoch nicht von ihnen selbst getragen werden, sondern von König Charles — obwohl beide keine offiziellen Aufgaben im Dienst der Monarchie übernehmen.
Deutliche Kritik am Umgang mit Steuergeld
Der frühere Staatssekretär Norman Baker verurteilte die Vorgänge scharf. Gegenüber der britischen Nachrichtenagentur PA sprach der liberaldemokratische Politiker von einem Verhalten, das eine völlige Missachtung der Steuerzahler erkennen lasse.
Aus dem Buckingham-Palast hieß es lediglich, man begrüße den Bericht des National Audit Office. Dieser entspreche dem Anspruch des Königshauses auf mehr Transparenz.
Nicht namentlich genannte Insider behaupten, Andrew habe die Nebengebäude an Mitarbeiter vermietet. Ziel sei demnach nicht persönlicher Profit gewesen, sondern die Instandhaltung der Gebäude. Nachweise dafür seien den Berichten zufolge allerdings nicht vorgelegt worden.
Rätselhafter Fleck im Gesicht
Nach seiner öffentlichen Diskreditierung im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal um den verstorbenen US-Multimillionär Jeffrey Epstein musste Andrew jüngst in ein deutlich kleineres Gebäude auf dem Gelände des königlichen Landsitzes Sandringham ziehen. Berichten zufolge wurde er zudem an seinem Geburtstag wegen des Verdachts auf Fehlverhalten in einem öffentlichen Amt festgenommen. Zuvor war er viele Jahre als Handelsbeauftragter der britischen Regierung international unterwegs gewesen.
In der Nähe seines aktuellen Wohnorts wurde Andrew zuletzt mit einem auffälligen rot-blauen Fleck im Gesicht gesehen. Britische Medien beriefen sich auf anonyme Quellen, wonach kein Grund zur Beunruhigung bestehe. Weitere Details wurden jedoch nicht bekannt.
Folgen der Epstein-Affäre
Der zweitälteste Sohn von Queen Elizabeth II. hatte bereits zuvor sämtliche Titel und öffentliche Funktionen verloren. Hintergrund war seine langjährige Verbindung zu Jeffrey Epstein, der wegen Sexualdelikten verurteilt worden war. Epstein stand im Zentrum eines Missbrauchsnetzwerks, dessen Opfer Berichten zufolge auch zahlreiche Minderjährige waren.
Virginia Giuffre, eine der Betroffenen, warf Andrew vor, sie missbraucht zu haben, als sie 17 Jahre alt war. Andrew hat diese Anschuldigungen stets bestritten. In einem Zivilverfahren in den USA einigte er sich jedoch Medienberichten zufolge mit Giuffre auf einen Vergleich in Millionenhöhe.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion