Cleverer Bär entkommt in Fukushima nach tagelanger Jagd
In Japan hat ein außergewöhnlich gerissener Bär nach dem Angriff auf vier Menschen für Aufsehen gesorgt: Dem Tier gelang in Fukushima eine spektakuläre Flucht vor Jägern und Rettungskräften. Medienberichten zufolge hatte sich der Bär nach dem Vorfall in einer Fabrik versteckt.
Mehr als 24 Stunden lang versuchten Einsatzkräfte, ihn mit Fallen und Betäubungsgewehren zu fassen – jedoch ohne Erfolg. Zwischenzeitlich wurde sogar beobachtet, wie das Tier einen Wasserhahn betätigte und daraus trank. In der Nacht schaffte es der Bär schließlich, ein Fenster zu öffnen und zu entkommen.
Berichten zufolge gilt die Flucht als Beleg für die besondere Gewitztheit des Tieres. Auch ein Betäubungspfeil konnte ihn nicht stoppen. Später wurde der Pfeil gefunden, offenbar noch mit dem Betäubungsmittel darin. Ob die Technik versagte oder der Bär das Geschoss schnell loswurde, blieb unklar.
Zahl der Bärenattacken nimmt zu
Nach der Flucht durch das Fenster beendeten die Behörden die Suche auf dem Fabrikgelände. Fukushimas Bürgermeister Yuki Baba mahnte die Bevölkerung dennoch zu erhöhter Vorsicht.
Nach Angaben des Umweltministeriums kamen im Jahr 2025 in Japan 13 Menschen durch Bären ums Leben – so viele wie nie zuvor. Fachleute führen die zunehmenden Begegnungen zwischen Menschen und Bären unter anderem auf brachliegende Felder sowie die Entvölkerung ländlicher Regionen infolge von Überalterung und Bevölkerungsrückgang zurück. Zudem finden die Tiere in den Bergwäldern offenbar nicht mehr genügend Nahrung.
Nach Regierungsangaben leben in der Region Tohoku, zu der auch Fukushima zählt, derzeit schätzungsweise mehr als 19.000 Schwarzbären.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion