Sebastian Fitzek warnt vor falschen Maßstäben auf Instagram
Bestsellerautor Sebastian Fitzek sieht soziale Netzwerke wie Instagram kritisch. Der 55-Jährige sagte der Deutschen Presse-Agentur, viele Menschen hielten dort gezeigte, inszenierte Inhalte für Wirklichkeit und setzten sich damit unnötig unter Druck.
Nach seinen Worten müsse er nicht nur einigen seiner Kinder erklären, dass vieles im Netz reine Fantasie sei und wenig mit dem echten Leben zu tun habe. Dasselbe gelte mitunter auch für Erwachsene.
Fitzek schilderte, er höre im Gespräch mit Frauen gelegentlich Sätze wie: „Ich weiß gar nicht, wie diese Influencerin Kinder, Haushalt und alles andere schafft – und dann hat sie auch noch ständig teure Handtaschen.“ Seine Antwort darauf sei, dass ein solcher Vergleich ungefähr so realistisch sei, als würde man sich fragen, warum Brad Pitt in einem Hollywoodfilm immer direkt vor der Haustür parken könne, wenn er aus einem Lamborghini steige. Solche Bilder seien eben nicht die Realität.
Rat an seine Kinder
Gerade das bereite ihm Sorgen, betonte der Berliner Schriftsteller, weil selbst Erwachsene oft nicht bemerkten, wie künstlich viele dieser Darstellungen seien. Deshalb sage er seinen Kindern immer wieder, dass solche Beiträge höchstens der Unterhaltung dienten. Niemand solle anfangen, das eigene Leben damit zu vergleichen – das sei in etwa so sinnvoll wie ein Vergleich mit Figuren aus einem Marvel-Comic.
Vor wenigen Tagen veröffentlichte Fitzek seinen neuen Psychothriller „Der Nachtzug“. Mit seinen Romanen erreicht er regelmäßig Spitzenplätze in den Bestsellerlisten. Sein im Herbst erschienener Vorgänger „Der Nachbar“ war laut Media Control das meistgelesene gebundene Buch des Jahres 2025. Fitzek lebt in Berlin und ist Vater von fünf Kindern.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber