Klose zeigt sich bestürzt über Kompanys Zusammenbruch
Miroslav Klose hat sich betroffen über die Ereignisse in München rund um Bayern-Trainer Vincent Kompany geäußert. Nach der 0:1-Heimniederlage des 1. FC Nürnberg gegen Kaiserslautern sagte der Coach des Zweitligisten, ihn habe die Nachricht ebenfalls schockiert. Zugleich wünschte er Kompany eine schnelle Genesung und betonte, dass die Gesundheit immer an erster Stelle stehen müsse.
Kompany war am Freitag an der Säbener Straße zusammengebrochen, als er eine Trainingseinheit der Amateurmannschaft verfolgte. Anschließend wurde der Bayern-Coach in eine Klinik gebracht, wo er laut Verein zunächst noch einige Tage zur Beobachtung und für weitere Untersuchungen bleiben soll. Nach Angaben von Sportvorstand Max Eberl ist damit zu rechnen, dass Kompany dem Rekordmeister für mehrere Wochen fehlen wird.
Klose: Trainer müssen sich bewusste Auszeiten nehmen
Eberl ließ durchblicken, dass sich der Bayern-Trainer womöglich körperlich zu viel zugemutet habe. Ob der Vorfall auch mit der kürzlich von Kompany erwähnten heftigen Virusinfektion zusammenhängt, ist bislang unklar. Nach Einschätzung Eberls könnte es jedoch sein, dass der Belgier Warnsignale seines Körpers ignoriert hat.
Klose wurde in diesem Zusammenhang gefragt, wie schwer es für Trainer im Profigeschäft sei, auf die eigene Belastung zu achten. Der 48-Jährige räumte ein, dass das keineswegs einfach sei. Trainer seien oft sehr eigensinnig, sagte der Weltmeister von 2014, der früher auch für den FC Bayern spielte. Deshalb müsse man sich ganz bewusst freie Zeit schaffen, um auch mental abschalten zu können. Er versuche selbst, sich wenigstens an einem Tag pro Woche etwas früher aus dem Arbeitsalltag zu lösen – gelinge ihm aber nicht immer.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber