Olympia

Olympia-Deal? Wüst, Söder und Wegner auf Insta-Offensive

Olympia per Insta-Offensive: Drei Top-Politiker trommeln für Deutschland – doch wer hat wirklich die besten Chancen?

04.06.2026, 11:29 Uhr

Mit einem gemeinsamen Auftritt auf Instagram haben Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst, Bayerns Regierungschef Markus Söder und Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner erneut für Olympische Spiele in Deutschland geworben. In dem 22 Sekunden langen Clip sprechen sich die drei Unionspolitiker deutlich für eine deutsche Bewerbung aus. Am heutigen Tag müssen die beteiligten Regionen ihre endgültigen Konzepte digital beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) einreichen.

"Ja zu Olympia in Deutschland", erklären Wüst und Wegner. Söder ergänzt: "Ja zu Olympia."

Begleitend zum Video heißt es, drei Regionen und drei Stimmen gäben eine eindeutige Antwort: Zustimmung zu Olympischen und Paralympischen Spielen in Deutschland.

Entscheidung des DOSB im September

Der DOSB will am 26. September festlegen, welche deutsche Bewerbung ins Rennen geht. Dabei geht es um mögliche Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044. Berlin tritt gemeinsam mit Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg an. Ebenfalls im Wettbewerb stehen München sowie die Rhein-Ruhr-Region mit Köln. Hamburg hatte sich nach einem negativen Bürgerentscheid am Sonntag aus dem Verfahren zurückgezogen.

Deutliche Zustimmung in Bayern und Nordrhein-Westfalen

In München votierten beim Bürgerentscheid 66,4 Prozent für die Bewerbung. Damit kam dort erstmals weltweit bei einer Abstimmung zu Sommerspielen ein erfolgreiches Referendum zustande. Auch in Nordrhein-Westfalen fiel die Unterstützung für das Projekt "KölnRheinRuhr" hoch aus: In den beteiligten Kommunen sprachen sich rund 66 Prozent dafür aus.

Markus Söder (l, CSU)
Auch Markus Söder hofft auf den nationalen Zuschlag. (Archivbild) Quelle: Sven Hoppe/dpa

Berlin mit Strahlkraft, aber auch politischem Risiko

Berlin bringt als international bekannte Metropole und Tourismusmagnet große Aufmerksamkeit mit. Allerdings gab es dort aus verfassungsrechtlichen Gründen kein Referendum. Zudem hat die Opposition angekündigt, im Fall einer DOSB-Nominierung einen Volksentscheid gegen Olympia anzustreben. Für den DOSB könnte eine Entscheidung zugunsten Berlins deshalb mit Unsicherheiten verbunden sein.

Laut einer im Auftrag des DOSB erhobenen Umfrage gibt es in der Hauptstadt weiterhin eine Mehrheit für Olympische und Paralympische Spiele. Im Vergleich zur ersten Erhebung im März ist die Zustimmung jedoch zurückgegangen. Auf die Frage, ob eine Berliner Bewerbung grundsätzlich befürwortet werde, antworteten 38 Prozent mit "ja" und 18 Prozent mit "eher ja". 25 Prozent lehnen Olympia ab – das sind sieben Prozentpunkte mehr als noch im März.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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