Fußball

Trotz Hitze: FIFA bannt Wasserflaschen aus Stadien

WM-Hammer für Fans: Trotz drohender Hitze verbietet die FIFA Wasserflaschen im Stadion – trinken geht nur gegen Geld.

04.06.2026, 10:09 Uhr

WM in Nordamerika: FIFA verbietet Wasserflaschen in Stadien trotz erwarteter Hitze

Obwohl bei der Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko vielerorts Temperaturen von mehr als 30 Grad erwartet werden, dürfen Zuschauer keine leeren oder wiederverwendbaren Wasserflaschen mit in die Stadien nehmen. Die FIFA hat die Formulierung in ihrem Leitfaden für Stadionbesuche entsprechend angepasst und klargestellt, dass solche Flaschen nicht erlaubt sind.

Zur Begründung verweist der Weltverband auf Sicherheitsaspekte. Ein FIFA-Sprecher teilte mit, man wolle die Gesundheit und Sicherheit von Spielern, Schiedsrichtern, Fans, Freiwilligen und Mitarbeitern schützen. Das Mitbringen von Flaschen sei untersagt worden, um Risiken und Verletzungen für Spieler und Besucher zu vermeiden.

Medienberichten zufolge sind Ticketinhaber bereits über die geänderte Regel informiert worden. Für viele Fans dürfte das für erheblichen Unmut sorgen, weil sie damit auch keine eigenen Flaschen mehr an Trinkbrunnen oder Wasserspendern auffüllen können.

Preise im Stadion weiter offen

Noch vor Kurzem hatte die FIFA erklärt, dass leere, transparente und wiederverwendbare Plastikflaschen mit bis zu einem Liter Fassungsvermögen in die Arenen mitgebracht werden dürfen. Wie viel Wasser bei der WM in den Stadien kosten wird, ist weiter unklar.

Nach Angaben der FIFA sollen sich die Preise für Wasserflaschen auf dem Stadiongelände an den üblichen Preisen anderer Veranstaltungen in den jeweiligen Arenen orientieren. Bei der Club-WM im vergangenen Jahr lagen die Kosten laut The Athletic je nach Spielort zwischen vier und sechs US-Dollar pro Flasche.

Wissenschaftler warnen vor Hitzefolgen

Wissenschaftler haben zuletzt mehrfach darauf hingewiesen, dass hohe Temperaturen für Fans und Spieler gesundheitliche Risiken mit sich bringen können. Die FIFA erklärte, sie arbeite gemeinsam mit den lokalen Organisationskomitees und Behörden an Maßnahmen zum Hitzeschutz rund um die Stadien. Dazu könnten unter anderem Sprühnebelstationen, Ventilatoren, Trinkstationen, Kühlzelte und weitere Vorkehrungen auf dem Stadiongelände gehören.

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtete, will das Gesundheitsamt im Los Angeles County rund um die Spiele verstärkt über Hitzeschutz und ausreichende Flüssigkeitszufuhr informieren. New York plant Hinweise über das öffentliche Warnsystem sowie per WhatsApp an internationale Gäste zu verschicken.

In Seattle wird geprüft, bei Fanveranstaltungen und Spielen klimatisierte Busse sowie Wassernebelanlagen bereitzustellen. Vancouver wiederum plant bei allen Turnierveranstaltungen schattige Sitzmöglichkeiten.

Für die Spieler sind während der Partien pro Halbzeit Trinkpausen vorgesehen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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