Laura Philipp holt bei der Ironman-WM erneut Edelmetall
Laura Philipp hat bei der Ironman-Weltmeisterschaft wieder einen Platz auf dem Podium erreicht und damit ihren kompletten Medaillensatz bei der WM vollendet. In einem hochspannenden und erneut äußerst kräftezehrenden Rennen belegte die 39-Jährige aus Heidelberg den starken zweiten Platz.
Zum ersten Mal seit 2019 gingen Männer und Frauen auf Hawaii wieder gemeinsam an den Start. Geschlagen geben musste sich Philipp lediglich der Amerikanerin Taylor Knibb. Auf den letzten Metern zog die Deutsche nach ihrer eindrucksvollen Aufholjagd sogar noch an der norwegischen Titelverteidigerin Solveig Løvseth vorbei, die kurz vor dem Ziel deutlich mit den Kräften rang, ins Taumeln geriet und schließlich erschöpft auf dem Asphalt liegen blieb. Bereits 2023 und im vergangenen Jahr war Philipp auf Big Island Dritte geworden, 2024 hatte sie sich in Nizza den WM-Titel gesichert.
Schwieriger Beginn im Wasser
Der Start ins Rennen verlief für Philipp unter anspruchsvollen Bedingungen im Pazifik zunächst nicht optimal. Danach zeigte sie auf dem Rad jedoch eine starke und sehr kontrollierte Vorstellung. Mit etwa zehn Minuten Rückstand auf die Spitze ging sie auf die Laufstrecke und arbeitete sich dort Schritt für Schritt nach vorn.
Als die britische Mitfavoritin und frühere Weltmeisterin Lucy Charles-Barclay – wie schon 2025 – beim Laufen entkräftet anhalten musste, lag Philipp bereits auf Rang drei. Das Ergebnis ist umso bemerkenswerter, weil sie in der ersten Hälfte der Saison mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. Nach einer enormen Energieleistung lief sie schließlich mit einem Lächeln ins Ziel.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber