Söder ehrt Kompany beim Bayerischen Sportpreis
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat Bayern-Trainer Vincent Kompany beim Bayerischen Sportpreis in München besonders hervorgehoben. Nach Söders Worten habe sich der frühere Ruf des Vereins stark gewandelt: Aus dem einstigen "FC Hollywood" sei inzwischen ein "FC Feelgood" geworden. Der FC Bayern stehe heute nicht nur für sportlichen Erfolg, sondern ebenso für Toleranz, Menschlichkeit und Offenheit – Werte, die laut Söder auch Bayern selbst vertrete. Einen wichtigen Anteil daran habe ausdrücklich Kompany.
Für dieses Wirken erhielt der Belgier den Ehrenpreis des Ministerpräsidenten. Söder würdigte den 40-Jährigen als ehemaligen Top-Spieler und heutigen außergewöhnlichen Trainer, der mit offensivem Fußball, einer klaren Linie sowie Führungsqualitäten und Charisma überzeuge.
Lob für Haltung und Persönlichkeit
Kompany nahm die Auszeichnung dankbar entgegen und nutzte den Abend zugleich, um für Münchens Bewerbung um Olympische Sommerspiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 zu werben. Unter den Gästen waren auch mehrere prominente Vertreter des FC Bayern, darunter Präsident Herbert Hainer sowie Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge.
Sportlich hatte der Rekordmeister zuvor einen Rückschlag hinnehmen müssen: Durch das 2:2 beim FC Augsburg verpassten die Münchner den Sprung an die Spitze der Bundesliga.
Bereits im Vorfeld hatte Söder klargemacht, dass die Ehrung Kompanys nicht allein mit Ergebnissen auf dem Platz zu tun habe. Er bezeichnete ihn als großen Trainer für einen großen Club und hob besonders dessen Einsatz gegen Rassismus und Ausgrenzung hervor.

Weitere Preisträger ausgezeichnet
Neben Kompany wurden beim Bayerischen Sportpreis weitere bekannte Namen geehrt. Dazu zählten unter anderem Nationalspieler Nathaniel Brown aus München sowie der langjährige Spitzenschiedsrichter Deniz Aytekin. Auch mehrere Wintersportlerinnen und Wintersportler, die bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina erfolgreich waren, wurden ausgezeichnet – darunter Bobpilot Johannes Lochner, Skispringer Philipp Raimund und Skicross-Athletin Daniela Maier.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber