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Isaias wütet in den USA: Vier Tote, viele ohne Strom

Todesopfer, Notstand, Chaos: Sturm «Isaias» trifft den Süden der USA mit voller Wucht – und Mexiko zittert schon vor dem Nächsten.

11.10.2026, 00:07 Uhr

In den USA sind infolge des Wirbelsturms „Isaias“ nach Behördenangaben vier Menschen ums Leben gekommen. Zudem fiel bei Hunderttausenden der Strom aus. Allein in Florida waren laut Gouverneur Ron DeSantis rund 430.000 Haushalte und Betriebe betroffen.

DeSantis zufolge starb in Florida ein Mensch, nachdem ein Baum das Dach eines Hauses durchschlagen hatte. Eine weitere tote Person wurde in einer Garage entdeckt, in der ein Stromgenerator lief. Weitere Details zur genauen Todesursache nannte der Gouverneur nicht.

Auch in Alabama kam es zu massiven Auswirkungen. Der dortige Katastrophenschutz meldete etwa 200.000 Stromausfälle. Außerdem seien in dem Bundesstaat zwei Menschen gestorben.

Weiterhin Gefahr durch Überschwemmungen

„Isaias“ war am Freitag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 Kilometern pro Stunde in Florida auf Land getroffen. Mehrere Bundesstaaten hatten vorsorglich den Notstand ausgerufen. Zunächst war das Sturmsystem noch als Hurrikan eingestuft worden, schwächte sich in der Nacht jedoch ab. Der Wetterdienst warnte dennoch weiter vor lebensgefährlichen Folgen, insbesondere durch Überschwemmungen.

Inzwischen zieht der Sturm mit heftigem Regen und starken Böen über weite Teile des Südostens der USA. Nach Angaben des National Hurricane Center sind die Auswirkungen nicht nur in Florida und Alabama, sondern auch in Georgia, Mississippi und Tennessee zu spüren. Lokal müsse zudem mit Erdrutschen und Tornados gerechnet werden.

Mexiko rüstet sich für Hurrikan „Simon“

Unterdessen bereitet sich Mexiko auf den Hurrikan „Simon“ vor. Nach Angaben von Fabián Vázquez Romaña, dem Koordinator des mexikanischen Wetterdienstes, werden die ersten Ausläufer am frühen Sonntag Ortszeit an der Küste des Bundesstaates Jalisco erwartet. Die Wetterbehörde rief bereits die höchste Warnstufe aus.

Hurrikan «Isaias»
Sturm «Isaias» wütet über mehreren US-Bundesstaaten. Quelle: Uncredited/National Oceanic and Atmospheric Administration/AP/dpa

Der Sturm wurde in Kategorie 4 eingestuft und erreichte im Zentrum zuletzt Windgeschwindigkeiten von beinahe 300 Kilometern pro Stunde. Nach Angaben des Wetterdienstes lag „Simon“ zuletzt weniger als 200 Kilometer vor der mexikanischen Küste.

Die Behörden rechnen mit starkem Regen sowie Wellen von sechs bis acht Metern Höhe. Besonders in tiefer gelegenen Regionen drohen Hochwasser, Überschwemmungen und Erdrutsche. Präsidentin Claudia Sheinbaum rief die Bevölkerung dazu auf, sichere Orte nicht zu verlassen und unnötige Wege zu vermeiden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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