Wendl und Arlt peilen Olympia 2030 an
Die erfolgreichen deutschen Rennrodler Tobias Wendl und Tobias Arlt setzen ihre Karriere fort und wollen auch bei den Olympischen Winterspielen 2030 in den französischen Alpen um Medaillen mitfahren. Damit verschieben die bayerischen Doppelsitzer ihr ursprünglich für diesen Winter vorgesehenes Karriereende auf der modernisierten Bahn am Königssee.
In einem Video auf Instagram erklärten die beiden, sie hätten in ihrer Laufbahn bereits alles erreicht: sieben Olympiasiege, zehn WM-Titel und sieben Gesamtsiege im Weltcup. Eigentlich sollte mit fast 40 Jahren Schluss sein, nun beginne für sie jedoch das „Projekt Olympia 2030“.
Die Bahn in La Plagne, auf der die olympischen Rennen stattfinden sollen, ist dem deutschen Team bestens vertraut, da dort regelmäßig Materialtests durchgeführt werden. Zunächst richtet sich der Blick aber auf die Weltmeisterschaft in Innsbruck/Igls. Gegenüber dem ZDF betonte Wendl, dass beide mit 39 Jahren fit und gesund seien. Auch die Startzeiten hätten zuletzt sogar über dem Niveau der vorherigen Olympiasaison gelegen.
Einsatz für den Nachwuchs
Wendl und Arlt halten sich unter anderem mit Mountainbike-Training in Form. Schon bei den Spielen in Cortina hatten sie erklärt, körperlich so stark wie nie zu sein und weiterhin großen Spaß am Sport zu haben. Nach olympischem Gold im Doppelsitzer in Sotschi 2014, Pyeongchang 2018 und Peking 2022 holten sie in Italien Bronze. Dafür gewannen sie im Teamwettbewerb ihr viertes olympisches Gold.
Auf den letzten Weltcup der vergangenen Saison verzichteten sie bewusst, um jüngeren Athleten eine Chance zu geben. Gleichzeitig wissen beide, wie schwierig der Weg an die Weltspitze ist. Sie wollten dem Nachwuchs nichts verbauen, sondern ihn unterstützen, sagte Arlt. Sowohl er als auch Wendl engagieren sich in ihrer bayerischen Heimat bereits für junge Rodler. Eine Trainerkarriere müsse jedoch noch warten: Ihr Ziel sei es, sportlich noch einmal ganz nach oben zu kommen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber