Fußball

WM-Nacht! USA und Belgien stürmen ins Achtelfinale

USA im WM-Rausch trotz Unterzahl, Belgien rettet sich spät – und nach dem DFB-Debakel werden harte Konsequenzen gefordert.

02.07.2026, 05:00 Uhr

Die US-Nationalmannschaft darf weiter von einem großen WM-Märchen im eigenen Land träumen. Im Sechzehntelfinale setzte sich das Team um Christian Pulisic gegen Bosnien-Herzegowina mit 2:0 (1:0) durch und trifft nun im Achtelfinale auf Belgien.

Für die Treffer in Santa Clara sorgten Folarin Balogun kurz vor der Pause (45.) und Malik Tillman in der Schlussphase (82.). Die Begeisterung im Stadion war groß, obwohl die von Mauricio Pochettino trainierten Amerikaner lange in Unterzahl auskommen mussten: Balogun sah nach einer umstrittenen Entscheidung Rot, sodass die Gastgeber rund eine halbe Stunde nur noch zu zehnt spielten. Für Bosnien endet damit die erste WM-Teilnahme seit 2014. Edin Dzeko musste zudem angeschlagen vom Feld.

Weitere wichtige Themen der Nacht

Belgien nach spektakulärer Aufholjagd im Achtelfinale

Belgien hat sich mit viel Kampfgeist doch noch den Einzug ins Achtelfinale gesichert. Die Mannschaft drehte in Seattle gegen Senegal einen Zwei-Tore-Rückstand und gewann am Ende 3:2 (2:2, 0:1) nach Verlängerung.

Zunächst sah alles nach einem Erfolg Senegals aus: Habib Diarra brachte die Afrikaner in der 24. Minute in Führung, Ismaila Sarr legte nach der Pause das 2:0 nach (51.). Erst in den letzten Minuten schlug Belgien zurück. Romelu Lukaku verkürzte in der 86. Minute, wenig später glich Youri Tielemans aus (89.). In der Nachspielzeit der Verlängerung verwandelte Tielemans schließlich einen Elfmeter zum Sieg (120.+5), nachdem das Foul zuvor lange per Videobeweis überprüft worden war.

WM 2026 - Belgien - Senegal
Youri Tielemans war der Matchwinner für sein belgisches Team. Quelle: Manu Fernandez/AP/dpa

Ex-Weltmeister verlangen Kurswechsel beim DFB

Nach dem bitteren WM-Aus der deutschen Mannschaft mehren sich die Forderungen nach einem grundlegenden Umbruch. Mehrere frühere Welt- und Europameister äußerten deutliche Kritik und sehen Handlungsbedarf beim DFB.

Guido Buchwald schrieb im "Kicker", dass es in dieser Form nicht weitergehen dürfe und alles auf den Prüfstand müsse. Jürgen Kohler bemängelte, der Nationalelf hätten Spieler gefehlt, die Spiele entscheidend prägen können. Deutschland war im Sechzehntelfinale in den USA im Elfmeterschießen an Paraguay gescheitert.

Auch Andreas Möller, Olaf Thon und Fredi Bobic meldeten sich zu Wort. Dabei geriet teilweise auch Bundestrainer Julian Nagelsmann in den Fokus. Thon sagte, nun sei ein Neuanfang nötig, und äußerte Zweifel, ob Nagelsmann dafür die richtige Besetzung sei.

DR Kongo beendet WM mit trauriger Mitteilung

Nach dem 1:2 gegen England im Sechzehntelfinale wurde die Pressekonferenz der Demokratischen Republik Kongo von einer persönlichen Tragödie überschattet. Ein Sprecher teilte mit, dass Nationaltrainer Sébastien Desabre seinen Vater verloren habe, und sprach im Namen des Teams Beileid aus.

Desabre wirkte von der Nachricht zunächst überrascht und bedankte sich dann nur kurz. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt. Unklar blieb auch, ob der 49-Jährige bereits vor der Partie davon wusste. Sportlich hatte die DR Kongo zuvor für Aufsehen gesorgt: Trotz der schwierigen Lage im von der Ebola-Krise belasteten Land war der Mannschaft erstmals der Sprung in die K.-o.-Phase einer WM gelungen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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