Eta blickt gelassen auf ihr letztes Spiel bei den Männern
Vor ihrem vorerst letzten Einsatz als Cheftrainerin von Union Berlins Männer-Team zeigt sich Marie-Louise Eta kaum sentimental. Für die 34-Jährige fühlt es sich nicht wie ein Abschied an, weil sie dem Verein erhalten bleibt. Vor dem Saisonfinale gegen den FC Augsburg am Samstag um 15.30 Uhr im Stadion An der Alten Försterei sagte sie, dass ihr der Wechsel deshalb nicht schwerfalle. In der kommenden Spielzeit übernimmt Eta die Frauenmannschaft der Berliner in der Bundesliga.
Statt Wehmut steht für sie die Vorfreude auf das Heimspiel im Mittelpunkt. Die tägliche Arbeit mit der Mannschaft und die gemeinsame Zeit auf dem Trainingsplatz bedeute ihr viel und bereite ihr große Freude. Zum Abschluss der Saison will Union noch einmal gewinnen. Augsburg reist allerdings mit eigenen Zielen an, denn für die Gäste lebt weiterhin die Hoffnung auf einen Platz im Europapokal.
Nach dem letzten Spiel steht für Eta zunächst eine Pause an. Gleichzeitig will sie sich bereits mit den Aufgaben der kommenden Saison beschäftigen. Die nächsten Wochen würden daher aus Erholung und Vorbereitung bestehen.
Zukunft auf der Trainerbank weiter offen
Eta hatte Mitte April das Amt von Steffen Baumgart übernommen und damit Bundesliga-Geschichte geschrieben: Erstmals stand eine Frau als erste Cheftrainerin eines Männer-Bundesligisten an der Seitenlinie. Schon früh war jedoch klar, dass diese Lösung nur bis Saisonende gelten würde, weil Eta wie angekündigt im Sommer das Frauen-Team übernimmt. Am vergangenen Spieltag feierte Union beim Auswärtsspiel in Mainz unter ihrer Leitung den ersten Sieg.

Wer die Köpenicker künftig bei den Männern trainiert, ist bislang noch nicht entschieden. Als mögliche Nachfolger werden unter anderem Christian Eichner, der den Karlsruher SC verlässt, sowie Horst Steffen gehandelt, der zuletzt Werder Bremen betreute.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion