Hannover 96 verspielt Aufstiegschance gegen Nürnberg
Hannover 96 hat am letzten Spieltag der 2. Bundesliga den möglichen Aufstieg aus der Hand gegeben. Die Niedersachsen kamen gegen den 1. FC Nürnberg trotz zwischenzeitlicher Führung nicht über ein 3:3 (2:1) hinaus und verpassten damit sowohl den direkten Sprung in die Bundesliga als auch den Relegationsplatz.
Statt noch an der SV Elversberg vorbeizuziehen, rutschte Hannover in der Abschlusstabelle sogar noch hinter den SC Paderborn auf Rang vier ab. Ein später Siegtreffer, der die Hoffnung am Leben gehalten hätte, blieb aus.
Den entscheidenden Nackenschlag setzte Luka Lotschoschwili, der in der 83. Minute für Nürnberg zum 3:3 ausglich. Hannover zahlte damit am Saisonende den Preis für eine schwache Schlussphase: Keines der letzten drei Spiele wurde gewonnen, ebenso nur eines der vergangenen sieben Heimspiele. Nürnberg verabschiedete sich dagegen mit einer engagierten Leistung in die Sommerpause.
Turbulenter Nachmittag vor großer Kulisse
Vor 49.000 Zuschauern in der ausverkauften Heinz von Heiden Arena, unter ihnen auch Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder, entwickelte sich von Beginn an eine intensive Partie. Während Hannovers direkte Konkurrenten Elversberg und Paderborn früh vorlegten, ging auch Nürnberg in Führung: Mohamed Ali Zoma traf in der 25. Minute zum 0:1.
Hannover reagierte jedoch schnell und drehte die Begegnung noch vor dem Seitenwechsel. Kolja Oudenne glich in der 30. Minute aus, Waniss Taibi sorgte kurz vor der Pause für das 2:1 (45.).

Doch direkt nach Wiederbeginn folgte der nächste Rückschlag für die Gastgeber. Erneut war es Zoma, der mit seinem zweiten Treffer auf 2:2 stellte (47.). Die Antwort von 96 ließ aber nicht lange auf sich warten: Vier Minuten später landete der Ball nach einem unglücklichen Eigentor von Lotschoschwili zum 3:2 im Nürnberger Netz (51.).
Nürnberg drückt, Hannover lässt Chancen liegen
Trotz der starken Unterstützung von den Rängen fand Hannover nur selten zu echter Sicherheit. Nürnberg blieb spielerisch gefährlich und setzte die Defensive der Gastgeber immer wieder unter Druck. Gleichzeitig ließ 96 mehrere gute Möglichkeiten ungenutzt.
Daisuke Yokota scheiterte gleich zweimal am stark parierenden Nürnberger Torhüter Jan Reichert (17./41.). Ein zwischenzeitlich gegebener Handelfmeter für Hannover wurde nach Videobeweis wieder kassiert (45.+4).
Nach der erneuten Führung zog sich Hannover zu weit zurück. Zwar hatte Mustapha Bundu bei zwei Kontern die Chance, mit dem 4:2 alles klarzumachen (58./75.), doch über weite Strecken gehörte die Schlussphase dem FCN. Lotschoschwili und Zoma kamen dem Ausgleich bereits zuvor nahe, ehe der Georgier in der 83. Minute endgültig alle Aufstiegshoffnungen der Gastgeber zunichtemachte.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion