Fußball

Klaus & Futkeu retten Fürth in die Relegation!

Drei Tore waren Pflicht – Fürth lieferte. In einem dramatischen Finale rettet sich das Kleeblatt, Düsseldorf stürzt ab.

17.05.2026, 17:50 Uhr

Die SpVgg Greuther Fürth hat sich am letzten Spieltag der 2. Bundesliga mit einem furiosen 3:0 (3:0) gegen Fortuna Düsseldorf vor dem direkten Abstieg bewahrt. Durch den klaren Heimsieg zog das „Kleeblatt“ noch an den Rheinländern vorbei und hielt sich zumindest den Weg über die Relegation offen.

Für den direkten Klassenerhalt reichte es dennoch hauchdünn nicht. Während Fürth seine Aufgabe souverän löste, gewann Arminia Bielefeld zeitgleich 6:1 gegen Hertha BSC, zudem verlor Braunschweig nur knapp mit 0:1 auf Schalke. So beendeten die Franken die Saison auf Rang 16. Trainer Heiko Vogel wollte darüber aber nicht hadern: „Ich glaube, wir sollten demütig bleiben“, sagte er und betonte zugleich: „Wir haben nicht nur ein Lebenszeichen gesendet. Wir leben.“

Nun Überstunden gegen Rot-Weiss Essen

Für Düsseldorf endet die Spielzeit dagegen im Desaster. Der Klub, der mit Aufstiegsambitionen gestartet war, muss erstmals seit 2008/09 wieder in die 3. Liga. Nach dem Abpfiff reagierten die mitgereisten Fans mit Pfiffen, während Polizeikräfte sich schützend vor die Spieler stellten. Nur Kapitän und Torhüter Florian Kastenmeier, der in Tränen aufgelöst war, wurde von den Anhängern gefeiert. Sein bitteres Fazit: „Wir haben es komplett verschissen.“

Fürth trifft in den Relegationsspielen nun auf Rot-Weiss Essen, den Drittplatzierten der 3. Liga. Das Hinspiel steigt am Freitag im Ruhrgebiet, das Rückspiel folgt am Dienstag in Fürth. Dann entscheidet sich, ob die Franken den Absturz in die Drittklassigkeit nach fast drei Jahrzehnten im deutschen Profifußball noch verhindern können.

Ex-Fortune Klaus leitet den Befreiungsschlag ein

Zum Mann des Spiels wurde ausgerechnet ein früherer Düsseldorfer. Felix Klaus brachte Fürth vor 16.126 Zuschauern im Ronhof schon in der 2. Minute in Führung und war auch danach an den entscheidenden Szenen beteiligt. Sein abgefälschter Abschluss zum 2:0 in der 16. Minute wurde offiziell als Eigentor gewertet. Das 3:0 bereitete er in der 36. Minute für Noel Futkeu vor. Klaus schwärmte anschließend vom Auftritt seiner Mannschaft vor der Pause: „Brutal“ sei das gewesen. „Wir sind einfach verrückt“, sagte er.

Futkeu wurde nach dem Schlusspfiff zudem als bester Torjäger der 2. Bundesliga ausgezeichnet. Nach Saisonende wird der Angreifer den Verein verlassen und zu Eintracht Frankfurt wechseln.

Gegen eine sichtbar verunsicherte Fortuna hätte Fürth schon vor der Pause sogar noch höher führen können. Sayfallah Ltaief vergab zwei gute Möglichkeiten (8./45.), auch Klaus scheiterte in der 33. Minute. Nach dem Seitenwechsel versuchte Düsseldorf unter Trainer Alexander Ende zwar mehr Druck aufzubauen, zwingende Torchancen entstanden daraus aber nicht.

Hrgota verpasst die direkte Rettung knapp

Tatsächlich war für Fürth sogar noch mehr drin. Mit einer besseren Chancenverwertung bei den Kontern wäre womöglich sogar der direkte Klassenerhalt möglich gewesen. In der Nachspielzeit bot sich Kapitän Branimir Hrgota die große Gelegenheit zum 4:0, doch sein Abschluss wurde im letzten Moment geklärt. Ein weiterer Treffer hätte die direkte Rettung bedeutet.

Hinter den Franken liegt dennoch eine äußerst enttäuschende Saison. Das Team stellte die mit Abstand schwächste Defensive der Liga und sammelte seit dem Zweitliga-Aufstieg 1997 so wenige Punkte wie noch nie zuvor.

Trainer Heiko Vogel hatte die Mannschaft Anfang Dezember auf dem vorletzten Tabellenplatz von Thomas Kleine übernommen. Immerhin gelang es ihm in einem dramatischen Saisonfinale noch, den Relegationsplatz zu sichern. Zufrieden ist er damit aber nicht. „Wir leben, weil meine Mannschaft fulminant ist“, sagte Vogel nach dem Spiel – und schob sofort hinterher: „Aber wir haben noch nichts erreicht.“

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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