ADAC warnt zu Pfingsten vor dichtem Reiseverkehr in Bayern
Zum Beginn der Pfingstferien in drei Bundesländern rechnet der ADAC in Bayern mit erheblichen Verkehrsproblemen. Nach Einschätzung des Automobilclubs setzt die starke Reisewelle in Richtung Süden erfahrungsgemäß bereits am Freitagnachmittag ein. Bis einschließlich Pfingstmontag dürfte auf den Autobahnen im Freistaat besonders viel Verkehr unterwegs sein.
Mehr Urlauber aus mehreren Bundesländern unterwegs
Nicht nur in Bayern starten am Wochenende die Ferien, sondern auch in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt. Deshalb werden zusätzlich viele Reisende in Richtung Alpen und Österreich erwartet. Besonders staugefährdet sind laut ADAC die A3 zwischen Würzburg und Nürnberg sowie wichtige Südverbindungen wie die A7 Richtung Füssen und Reutte, die A8 von München nach Salzburg, die A93 ins Inntal und die A95 Richtung Garmisch-Partenkirchen und Fernpass.
Bei Stau nicht automatisch Umleitungen folgen
Wenn der Verkehr auf diesen Strecken stockt, sollten Autofahrer nicht unüberlegt den Vorschlägen ihres Navis folgen. In Teilen Oberbayerns und des Allgäus gibt es in autobahnnahen Gemeinden Durchfahrtsverbote, um Ausweichverkehr zu verhindern. Wer diese Regeln missachtet, kann von der Polizei zurückgeschickt werden und muss im ungünstigsten Fall mit einem Verwarnungsgeld von 50 Euro rechnen.
Auch in Tirol ist Vorsicht geboten: Dort gelten seit dem 1. Mai erneut Abfahrtssperren auf bestimmten Nebenstrecken, um Anwohner vor Ausweichverkehr zu schützen.
Rund um den 30. Mai drohen besonders lange Staus
Nach Angaben des ADAC ist die Staugefahr in diesem Jahr rund um den 30. Mai außergewöhnlich hoch. Hintergrund ist eine Demonstration auf der Brennerautobahn A13. Die wichtige Route soll deshalb von 11.00 bis 19.00 Uhr gesperrt werden.
Der ADAC rät daher, an diesem Tag möglichst keine Autofahrt Richtung Süden anzutreten und auch die Rückreise nach Möglichkeit zu verschieben. Nach Einschätzung der bayerischen Polizei könnte die Sperrung nicht nur am 30. Mai selbst, sondern auch an den Tagen davor und danach für zusätzliche und längere Staus auf bayerischen Autobahnen sorgen.
Bereits vor der Grenze wird mit Behinderungen gerechnet
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ist schon vor den Grenzübergängen nach Österreich mit starkem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Wer dennoch im Stau steht, sollte unbedingt die Rettungsgasse freihalten, gelassen bleiben und genügend Geduld mitbringen.
Bei der Kontrolle von Ausweichverboten will die Polizei am 30. Mai mit Augenmaß vorgehen. Ziel sei es, Gefahren und Notlagen zu vermeiden und sicherzustellen, dass Rettungs- und Einsatzkräfte jederzeit handlungsfähig bleiben.
Gute Vorbereitung kann helfen
Für den ADAC zeigt gerade dieser besondere Verkehrstag, wie wichtig eine sorgfältige Planung bei längeren Autofahrten ist. Wer nach Österreich reist, sollte sich nötige Vignetten möglichst schon vor dem Start besorgen. Außerdem empfiehlt der Club, ausreichend Getränke und Verpflegung mitzunehmen sowie regelmäßige Pausen einzuplanen. Das gilt besonders, wenn Kinder mit im Auto sitzen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion