Fußball

Für Kane ging Bayern ans Limit

Kane bleibt bis 2029 bei Bayern – doch der Deal hat es in sich. Warum der Rekordmeister dafür tief in die Tasche greift.

05.11.2026, 14:30 Uhr

FC Bayern investiert kräftig in Kane-Verlängerung bis 2029

Der FC Bayern München hat nach Angaben von Vorstandschef Jan-Christian Dreesen erhebliche finanzielle Anstrengungen unternommen, um den Vertrag mit Harry Kane vorzeitig um zwei Jahre bis 2029 zu verlängern. Bei einer Pressekonferenz auf dem Vereinsgelände sagte der 59-Jährige, der Club habe sich dafür wirtschaftlich spürbar gestreckt, nannte aber wie üblich keine konkreten Summen.

Dreesen machte deutlich, dass ein Spieler von Kanes Format entsprechend entlohnt werde. Der 33 Jahre alte Kapitän der englischen Nationalmannschaft, der zuletzt mit dem Ballon d’Or ausgezeichnet wurde, soll in München Berichten zufolge deutlich mehr als 20 Millionen Euro pro Jahr verdienen.

Dreesen lobt Kane als lohnende Investition

Für den Bayern-Boss ist das Gesamtpaket dennoch schlüssig. Kane sei nicht nur ein außergewöhnlicher Fußballer, sondern habe für den Club schon bei seinem Wechsel vor drei Jahren eine neue finanzielle Größenordnung markiert. Damals sei Bayern ein Stück weit „all in“ gegangen, sagte Dreesen. Rückblickend habe sich das voll ausgezahlt: Kane sei und bleibe „jeden Cent wert“.

Denn der Angreifer koste den Verein nicht nur viel Geld, sondern spiele mit seinen Toren sowie seinem Anteil an Siegen und möglichen Titeln auch hohe Erlöse ein. Zudem verleihe er dem FC Bayern national wie international zusätzliche Strahlkraft. Rund um die Ballon-d’Or-Verleihung sei die weltweite mediale Aufmerksamkeit für den Club laut Dreesen sogar messbar gestiegen – besonders auch in den sozialen Netzwerken.

Zusätzlich verwies Dreesen auf den Effekt für Sponsoren und Partner. Diese seien nicht nur mit dem FC Bayern verbunden, sondern auch mit dem Verein, der den derzeit besten Spieler der Welt in seinen Reihen habe.

Bayern will trotz finanziell stärkerer Konkurrenz mithalten

Dreesen betonte, wirtschaftliche Stärke sei die Grundlage dafür, im europäischen Spitzenfußball dauerhaft attraktiv und konkurrenzfähig zu bleiben. Wenn Bayern um die europäische Spitze mitspielen wolle, müsse der Club seine Einnahmen konsequent dafür einsetzen, sportlich das Maximum herauszuholen.

Nach den Worten des Vorstandschefs soll dabei jeder verdiente Euro in die Qualität der Mannschaft fließen. Das oberste Ziel bleibe, die bestmögliche Mannschaft zusammenzustellen – auch im Wettbewerb mit Clubs, die wirtschaftlich noch mehr Macht besitzen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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